Bürger helfen benachteiligten Kindern

Bürgerstiftung organisiert Baum für echte Glücksgefühle

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Michael Lux (l.) und Carola Damm-Häuser von der Bürgerstiftung sowie Hussein Ahmed Ali präsentieren die Wunschbaum-Aktion 2018.

Syke - Von Ilse-Marie Voges. „Wir wollten gern etwas zurückgeben, weil uns auch etwas gegeben wurde.“ So drückte der junge Iraker Hussein Ahmed Ali seine Gedanken und die einer Freundin, Sozdar Altan, aus. Der Bürgerstiftung Syke haben sie ihre Hilfe zugesagt. Und sie sind dort in der Gemeinschaft herzlich willkommen.

Zum mittlerweile elften Mal stellt die Stiftung in diesem Jahr im Foyer der Kreissparkasse einen geschmückten Wunschzettelbaum auf, der die Wünsche bedürftiger Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahre berücksichtigen hilft. Angeschrieben werden die Eltern der Kinder über das Rathaus Syke (Schulen und Kindertagesstätten), die Syker Tafel und die Diakonie (Flüchtlingshelfer). Bis einschließlich Donnerstag, 6. Dezember, können die Wunschzettel im Bürgerbüro des Rathauses abgegeben werden.

„Bisher sind bereits 64 Wunschzettel eingetroffen“, teilte Carola Damm-Heuser vom Vorstand der Stiftung mit. In 2017 waren es 167 Kinder, deren Wünsche berücksichtigt wurden. Die Besucher der Weihnachtlichen Kulturtage können sich vom Wunschzettelbaum ein Briefchen oder gemaltes Bild nehmen und das gewünschte Geschenk besorgen. Dieses sollte weihnachtlich verpackt und mit Namen versehen werden. Am 14., 15. und 16. Dezember nimmt Brigitte Haase (Am Amtmannsteich 2A) die Pakete entgegen, die später verteilt werden. Um den Besuchern entgegenzukommen, die sich an der Aktion beteiligen wollen, aber keine Zeit zum Einkaufen oder Verpacken finden, wird im Rahmen der Kulturtage am Tisch neben dem Wunschzettelbaum eine Spendendose stehen, die man gern füllen darf. Von dem Geld können dann Wünsche erfüllt werden. Die Geschenke sollten möglichst einen Betrag von 35 Euro nicht übersteigen.

Erste Wunschzettel schon eingetroffen

Bei den bislang eingegangenen Wunschzetteln sind schon teilweise heitere Wünsche dabei wie beispielsweise: Fahrrad, Fifa 2019-Spiel, Monstertruck mit Fernbedienung, Porsche-Playmobil, weiße bauchfreie Hose oder Drehpailletten-Pullover mit Herzen. Oft orientieren sich die Wunschzettelschreiber an ihren Klassenkameraden, die eben halt solche Sachen besitzen.

Die ganze Aktion soll anonym bleiben, weder die Adressen und Nachnamen der Beschenkten noch die der Geber sollen genannt werden. Hussein Ahmed Ali und Sozdar Altan fanden die ganze Aktion gut. Sie sind seit drei Jahren in Deutschland, haben dank der Hilfe von einheimischen Bürgern gute Erfahrungen gemacht. Das hat sie bewogen, beim Jugendzentrum Intakt mitzuarbeiten.

Eine Unterstützung konnten sie der Bürgerstiftung bereits zukommen lassen. Am 9. November haben sie am Tag der Jugend im Jugendzentrum gemeinsam mit Freunden Waffeln gebacken und Bratwurst verkauft. Der Erlös von 150 Euro kommt der Wunschzettelbaum-Aktion zugute. Mit einer Spende oder einem Geschenk können Bürger die Wünsche von Kindern erfüllen und für echte Glücksgefühle sorgen.

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