Bürgerbus-Vereine aus verschiedenen Kommunen treffen sich in Syke zur Kohltour

Ein ungewöhnliches Schauspiel

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Die Mitglieder der Bürgerbus-Vereine brachen ab dem Kreismuseum zu ihrer Kohltour auf.

Syke - Den Bürgerbus kennt man in Syke. Wochentags dreht er seine Runden durch die Hachestadt und ihre Ortsteile. Jetzt allerdings gab es dagegen ein nicht alltägliches Schauspiel auf der B6 zu beobachten: Am Vormittag fuhr ein gutes Dutzend Bürgerbusse durch Syke.

Das Ziel der Fahrer: das Kreismuseum. Warum? Die Bürgerbus-Vereine, insbesondere des nördlichen Niedersachsen, führen einen Brauch fort, den der Verein in Westerstede vor sechs Jahren begonnen hat: die norddeutsche Tradition der Kohltour.

Da der Bürgerbus-Verein aus Syke bei der vergangenen Kohltour die gestellten Aufgaben am besten gelöst hatte, zog die Kohltour-Karawane diesmal durch die Hachestadt. Die Busse aus Wildeshausen, Weyhe, Sottrum, Achim, Rotenburg, Westerstede und Ganderkesee standen rund um das Kreismuseum parat. Auch Mitglieder des Dachverbands Pro Bürgerbus Niedersachsen, in dem die 45 niedersächsischen Bürgerbus-Vereine darin organisiert sind, waren mit von der Partie.

Nach Ankunft, Registrierung und einer kleinen Stärkung begrüßte Renate Brüning, die Vorsitzende des Bürgerbus Syke, rund 130 Personen und freute sich über dieses rege Echo. Danach ergriff Bürgermeisterin Suse Laue das Wort. Sie hob das Engagement der Aktiven für die Bürger der jeweiligen Kommunen hervor und dankte allen, die sich so für andere Menschen einsetzen. Aus der Mobilität des ländlichen Raums seien Bürgerbusse nicht mehr wegzudenken.

Danach ging es auf die Kohltour durch das Friedeholz, auf der Organisatorin Sabine Lukaschewski – sie lenkt seit Jahren den Bürgerbus durch Syke – einige nicht alltägliche Aufgaben stellte. Darunter waren zum Beispiel Teebeutelweitwurf mit dem Mund oder Sprichwortraten anhand von Gegenständen. Darüber hinaus mussten viele knifflige Fragen beantwortet werden. Mitten im Wald gab es Erfrischungen, bevor die Gruppe zum Zielpunkt am Golfplatz weiterlief. In den folgenden zwei Stunden ging es weniger um Busse und Fahrpläne, als um Grünkohl, Pinkel, Kassler und Kartoffeln.

Danach wurden die Punkte von den Aufgaben zusammengezählt: Der Bürgerbus-Verein Rotenburg stand als Sieger fest. Dessen Vorsitzender Bernhard Franz nahm den Sieg und die Verpflichtung zum Veranstalten der nächsten Kohltour gerne an. Er versprach, sie auf demselben Niveau wie in Syke auszurichten. Die Anwesenden waren sich einig: Die Rotenburger werden sich anstrengen müssen. Sabine Lukaschewski hat schließlich ganz schön vorgelegt.

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