Fahrplanänderung: Mittagspause und nur zwei Linien

Neuer Bürgerbus fährt im Zwei-Stunden-Takt

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Da ist der Neue: Die Sponsoren von der Kreiszeitung, Avacon und Kreissparkasse freuen sich gemeinsam mit den Vertretern des Bürgerbus-Vereins über den ganz frischen Bus, der zum Fahrplanwechsel ab 10. Dezember zum Einsatz kommen wird.

Syke - Von Frank Jaursch. Punktlandung für den Bürgerbus-Verein: Gerade rechtzeitig für den Fahrplanwechsel am Montag, 11. Dezember, ist der nagelneue Bürgerbus in Syke angekommen. Nicht ohne Stolz präsentierte der Vereinsvorstand um Renate Brüning und Carsten-W. Müller Mittwoch das neue Modell, das den fünf Jahre alten Bus ablösen soll.

Der Vorgänger hat mittlerweile rund 345.000 Kilometer auf dem Tacho – höchste Zeit also, um aus dem aktiven Dienst auszuscheiden. Der Neue ist wieder ein VW T6, der in Slowenien zum Niederflurbus mit acht Sitzplätzen und Rollator-Rampe modifiziert wurde. Mit knapp 100.000 Euro ist der dritte Syker Bürgerbus rund 10.000 Euro teurer als sein Vorgänger.

Einen Großteil der Kosten – rund 80.000 Euro – haben dabei die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Hannover sowie der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) übernommen. Den Rest finanziert der Verein aus Eigenkapital – und verzichtet dabei freiwillig auf Gelder von Stadt oder Kreis. Renate Brüning dankte den drei Sponsoren Kreiszeitung, Kreissparkasse und Avacon für ihre Unterstützung.

„Er hat eine etwas stärkere Maschine, das merkt man schon“, berichtet Fahrdienstleiter Burghard Horn von den ersten Testfahrten. Der 110-kW-Motor ist nicht die einzige Veränderung, die auf Fahrer und Passagiere wartet. Der neue Fahrplan wartet mit einer handfesten Überraschung: Aus drei Linien werden zwei.

Die bisherigen Linien 186 und 187 werden, leicht verkürzt, zur neuen, großen Linie 186. Ein paar Haltestellen fallen weg, um den Fahrern die Gelegenheit zu geben, die Runde gut schaffen zu können. Die westliche Linie 185 wurde auf Wunsch aus der Bevölkerung um die drei Stationen Heide, Am Goldberg und Am Dorfrand erweitert.

Keine großen Nachteile für die Fahrgäste

Carsten Müller erläutert die Hintergründe: Weil rund ein Dutzend der ehrenamtlichen Fahrer nach zehn Jahren aufhört, „mussten wir umstrukturieren“. Dass das ohne größere Nachteile für die Fahrgäste funktioniert, liegt an zwei Faktoren. Zum einen habe man nach dem medialen Hilferuf immerhin sieben neue Busfahrer gewinnen können. Zum anderen wird aus dem Drei-Schicht-System ein Zwei-Schicht-System.

Von 8 bis 12 Uhr sind die Frühschicht-Fahrer künftig unterwegs. In der weniger frequentierten Zeit von 12 bis 14 Uhr gibt es eine Mittagspause, ehe die Spätschicht beginnt, die erneut vier Stunden dauert.

Die neue Taktung ermöglicht den Bussen, alle zwei Stunden an denselben Haltestellen vorbeizukommen. – statt bislang alle drei Stunden. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht“, zeigt sich Müller zufrieden mit der Lösung – Anschlussmöglichkeiten nach Bremen und Twistringen inklusive.

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