Antrag der FWG

Bürger-Auto soll Anbindung an den Syker Süden schaffen

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Sie wollen die Anbindung im Syker Süden mit Bürger-Auto verbessern (v.l.): Horst Hickmann, Jochen Harries, Reiner Bartsch, Günter Brockhoff und Andreas Schmidt.

Heiligenfelde - Von Robin Grulke. Viele Menschen schätzen das Leben auf dem Land wegen seiner Ruhe. Eine geringe Bevölkerungsdichte macht allerdings auch die Verkehrsanbindung zu einem Problem. In Syke fährt deswegen seit fast zehn Jahren der Bürgerbus, lässt den größten Teil des Syker Südens allerdings aus.

Dieses Problem will die Freie Wählergemeinschaft nun lösen: mit einem Bürger-Auto für Heiligenfelde, Henstedt, Jardinghausen, Wachendorf und Teilgebiete von Gödestorf.

Noch zu gründender Verein soll E-Auto leasen

Seit mehr als einem halben Jahr grübelt die Arbeitsgruppe, bestehend aus den FWG- und Ortsratsmitgliedern Andreas Schmidt (Gödestorf), Horst Hickmann (Heiligenfelde), Jochen Harries (Wachendorf), Reiner Bartsch (Henstedt und Jardinghausen) und Günter Brockhoff, bereits über der Idee. Der Ur-Gedanke: umweltfreundlich und für kleines Geld Menschen dort zu befördern, wo die Leute sonst nicht wegkommen.

Das soll so funktionieren: Ein noch zu gründender Verein least für drei Jahre ein E-Auto, das am Dorfgemeinschaftshaus in Heiligenfelde parkt. Wer entweder in die oder aus den betroffenen Ortschaften gelangen will, ruft einen Tag vorher bei der Vereins-Leitstelle an. Dann holt der Bürger-Auto-Fahrer die Person zum vereinbarten Zeitpunkt ab und bringt sie für 2,50 Euro oder zwei Euro (Kinder und Schwerbehinderte) an ihr Ziel. Dabei bleibt das Bürger-Auto immer im Syker Stadtgebiet. Fahrten nach Bassum oder Vilsen sind ausgeschlossen.

Natürlich braucht das Fahrzeug auch einen Führer. Mindestens 15 Ehrenamtliche will die FWG für ein Zwei-Schicht-System von 8 bis 18 Uhr mobilisieren.

Fahrer benötigen keinen Personenbeförderungsschein

Fahrer sind bereits beim Bürgerbus rar. Warum sollten sich dann Menschen eher für das Bürger-Auto melden? Der Unterschied liegt im wichtigen Detail: dem Personenbeförderungsschein. Um den Bürgerbus zu fahren, ist er Pflicht. Das Bürger-Auto mit fünf Sitzen darf dagegen jeder fahren, der eine fixe Untersuchung beim Arzt hinter sich hat. Wer dann mit dem Bürger-Auto einen Unfall verursacht, ist durch eine Haftpflichtversicherung über den Verein geschützt.

Die FWG-Mitglieder hoffen nun, dass ihr Projekt in den Ausschüssen sowie im Stadtrat auf Anklang stößt. Immerhin sind 37 000 Euro als Investitionssumme und 5000 Euro jährlich nötig, damit das Bürger-Auto auf die Straße kommt.

Gegenwärtig läuft die Klärung, ob das Projekt die Bedingungen des Förderprogramms „Leitfaden für bedarfsgesteuerte Verkehre“ des Zweckverbandes Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (ZVBN) erfüllt. Wenn ja, ist eine Anschschubfinanzierung in Höhe von 20 000 Euro durch den ZVBN möglich.

Am 12. Oktober lädt die Arbeitsgruppe um 19 Uhr ins DGH nach Heiligenfelde ein, um potenzielle Fahrer und Mitfahrer zu informieren. „Wenn da nur zehn Leute erscheinen, haben wir ein Problem“, sagt Brockhoff.

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