Von den Richter-Buchen zum Syker Schulzentrum

Brigitte Sundt und Heinrich Köster geben ihr Debüt als Gästeführer

Hans-Heinrich Köster hatte sich die Ringwallanlage am Amtshof als Thema für seine erste Gästeführung ausgesucht. Der 65-Jährige kommt aus Achim, hat sich aber trotzdem zum Syker Gästeführer ausbilden lassen. - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Dieter Niederheide. Brigitte Sundt hat nach Jahren der Abwesenheit seit 2011 ihre Heimatstadt an der Hache wieder für sich entdeckt. Hans-Heinrich Köster kommt aus Achim und ist ehrenamtlicher Landschaftswart des Landkreises Verden. Beide zusammen haben am Freitag ihr Debüt als Gästeführer in Syke gegeben.

Und zwar mit den Themen, die sie bei der Abschlussprüfung am Ende ihrer Gästeführerausbildung vorgetragen hatten.

Für Brigitte Sundt ist die Syker Schulgeschichte ein glattes Heimspiel. Die gebürtige Sykerin besuchte die frühere Volksschule bei der Kirche und hat zum Gymnasium eine ganz besondere Beziehung, weil sie 1962 bei der Einweihung der Schule zu den ersten Schülern gehörte und später auch aus der Ferne die weitere Entwicklung beobachtete.

Zum heutigen Schulzentrum hat sie zudem eine räumliche Nähe: Sie wohnt in Sichtweite der Grundschule. Und sagt, dass sie sich über das Leben in den großen Pausen auf dem Schulgrundstück immer freut. Das sei für sie ein positives Signal.

In ihren Ausführungen zum Schulwesen ging Brigitte Sundt auf die Hacheschule, Erlenschule und Realschule ein und streifte im geschichtlichen Rückblick nicht zuletzt die Schulen der Colonie und des Fleckens Syke.

Hans-Heinrich Köster (65), hat ein Faible für die Geschichte alter Wallanlagen. Wenig überraschend, dass er sich die Reste der früheren Syker Burganlage jetzt bei seinem Einstand als Gästeführer zum Thema genommen hat. Aber warum ist er als Achimer überhaupt Gästeführer in Syke geworden? Seine Antwort: Weil er Lust dazu hatte, es aber in Achim gerade keine Gästeführerausbildung gab. „Ich habe das Seminar der Ländlichen Erwachsenenbildung mit dem Gästeführer-Arbeitskreis Syke-Weyhe-Stuhr mitgemacht und dabei sehr nette Leute kennengelernt.“

Im Landkreis Verden hat er sich früher schon mit Wallanlagen beschäftigt und auch deshalb die Syker Ringwallanlage als Prüfungsaufgabe gewählt. Bei seiner ersten Führung kam er jetzt auch auf die nach Richter benannten Buchen zu sprechen. Da steht zum Beispiel die Walter-Rudolph-Buche, benannt nach dem Richter Rudolph.

Der Achimer schätzt die naturbelassene Ringwallanlage in Syke. Trotz diverser archäologischer Untersuchungen soll das Alter nicht genau ermittelt worden sein. Um die 400 Meter Umfang soll sie einmal gehabt haben. In ihr standen in früheren Zeiten etwa 18 Gebäude. Hans-Heinrich Köster: „Über diese Ringwallanlage kann man viel mehr sagen.“ Das verspricht also noch Stoff für weitere Führungen.

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