Bremsen, drehen, ankippen

Zukunftswerkstatt zeigt Senioren den richtigen Umgang mit dem Rollator

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So wird‘s gemacht: Inken Otto demonstriert, wie Hindernisse mit dem Rollator überwunden werden können.

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Viele Senioren scheuen sich, bei ihrem täglichen Spaziergang einen Rollator als Gehhilfe zu nutzen. Für sie ist dieses praktische Gerät ein Synonym fürs Älterwerden. Dabei kann ein Rollator eine wichtige Hilfe sein, um im Alter in Bewegung zu bleiben. Die „Zukunftswerkstatt Gesundheit & Pflege“ hatte jetzt im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Mobil im Alter“ zu einem Workshop zum richtigen Gebrauch eines Rollators in die BBS eingeladen.

Anders als ein Rollstuhl, ermöglicht der Rollator aufrechtes Gehen. Das fördert Kreislauf und Koordination. Daher ist er für viele Ältere inzwischen unersetzlich. Laut offiziellen Schätzungen waren im vorigen Jahr allein in Deutschland rund drei Millionen Menschen mit Rollatoren unterwegs.

14 Teilnehmer waren zu diesem Workshop gekommen, teilweise mit dem eigenen Rollator. Ergotherapeutin Inken Otto von der Verkehrswacht Grafschaft Hoya stellte ihnen zunächst unterschiedliche Modelle vor, an denen sie die richtige Einstellung der Griffhöhe und das sichere Gehen demonstrierte.

„Ein Rollator darf nicht wie ein Rasenmäher geschoben werden, er könnte Ihnen entgleiten“, erklärte sie. Es sei wichtig, in aufrechter Haltung zwischen den Hinterrädern zu gehen. Daher müsse sich der Kunde bei einem Kauf den Rollator vom Sanitätshaus anpassen lassen.

Die Auswahl des passenden Modells sollte nach dem Verwendungszweck erfolgen. Wer öfter mal unterwegs verschnaufen möchte, könnte auf eine feste Sitzfläche und eine bequeme Rückenlehne achten. Wer damit hauptsächlich einkaufen oder für unterwegs ein Getränk mitnehmen möchte, sollte auf ausreichend Stauraum achten. Fürs Mitnehmen im Auto könnte sich ein faltbarer Rollator als sehr sinnvoll erweisen.

Feststellbremse ist unerlässlich

Reflektoren, Taschenlampe, Stockhalter, Fahrradklingel, Regenschirmhalter seien wichtige Hilfen im Straßenverkehr, die auch nachgerüstet werden könnten. Auch eine Warnweste sollte mitgeführt werden. „Ganz unerlässlich ist jedoch eine gute Feststellbremse“, mahnte Inken Otto. Schlechte Bremsen könnten beim Ausruhen auf dem Gerät zu schweren Stürzen führen.

Die Bremsen sind auch beim Überwinden von Bordsteinen oder Türschwellen wichtige Helfer. Inken Otto demonstrierte die Technik des sicheren Ankippens und den richtigen Gebrauch der Ankipphilfe. Sie zeigte, wie sich durch einseitiges Bremsen ein Rollator auch auf der Stelle drehen lässt. Das sei eine große Hilfe in engen Fahrstühlen, die dann nicht rückwärts gehend verlassen werden müssten, erklärte sie.

Anschließend ging es in den Pausenflur, wo Inken Otto einen Parcours aufgebaut hatte. Auf dem konnten sich die Teilnehmer selbst mit dem Schieben des Rollators und den Techniken zum Überwinden von Hindernissen vertraut machen.

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