Breiteres Band

Glasfaser-Ausbau im Gewerbegebiet: Stadt begrüßt Telekom-Initiative

Das Gewerbegebiet am Bahnhof aus der Luft. Internet-mäßig an vielen Stellen verbesserungsfähig. Die Telekom hat einen Ausbau mit Glasfaser bis ins Haus angekündigt. Dafür müssten sie 30 Prozent der knapp 150 Betriebe dort für einen Vertragsabschluss entscheiden. Archivbild: Heinfried Husmann
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Das Gewerbegebiet am Bahnhof aus der Luft. Internet-mäßig an vielen Stellen verbesserungsfähig. Die Telekom hat einen Ausbau mit Glasfaser bis ins Haus angekündigt. Dafür müssten sie 30 Prozent der knapp 150 Betriebe dort für einen Vertragsabschluss entscheiden.

Syke – Breitbandausbau, Glasfaser, weiße Flecken, schwarze Flecken: Auf dem privaten Sektor ist das seit Jahren ein Thema in Syke. Auf dem gewerblichen tut sich aber auch gerade was. Die Telekom hat angekündigt: Sie will im Gewerbegebiet am Bahnhof schnelleres Internet bauen. Die Stadt Syke findet das gut.

„Hohe Bandbreiten für rund 145 Betriebe“ und „Glasfaser bis zu 1 GBit/s“ verspricht die Telekom laut einer Pressemitteilung. Die Vermarktung läuft. Wer jetzt unterschreibt, erhält den Gebäudeanschluss kostenlos. „Wenn sich bis zum 19. Dezember mindestens 30 Prozent der dort ansässigen Firmen für einen Glasfaseranschluss der Telekom entscheiden, wird das Gewerbegebiet ausgebaut.“

„Alles, was das Gewerbegebiet nach vorne bringt, finde ich gut“, sagt Wirtschaftsförderer und Erster Stadtrat Thomas Kuchem. „Ich weiß von unterschiedlichen Akteuren dort, die dringend interessiert sind am Glasfaserausbau. Damit rennt die Telekom offene Türen ein“, ist Kuchem überzeugt. Die Telekom ist allerdings nicht allein. „Nordischnet könnte sich vorstellen, dort etwas zu machen“, sagt Kuchem. „Und eine Avacon-Tochter hat auch schon mal vorgefühlt.“

Aktuell ist das Gewerbegebiet kommunikationstechnisch sehr uneinheitlich strukturiert. Es gibt die bunte Vielfalt von Anschlusstechniken und Übertragungsgeschwindigkeiten. Und was die Anbieter betrifft, ist das Gebiet sozusagen gestreift.

Glasfaseranschlüsse für das Gewerbegebiet: Der Stadtverwaltung gefällt das.

Thomas Kuchem erklärt: Ausgehend von der Bahn kommt erst ein Streifen, der von der Telekom erschlossen ist, dann kommt ein Streifen, den Ewetel erschlossen hat, und dann wieder ein Streifen Telekom. „Die beiden Telekom-Streifen sind nicht identisch ertüchtigt“, sagt Kuchem. „Zur Bahn hin wird’s schlechter.“

Und so sind derzeit im Gewerbegebiet am Bahnhof zwar durchaus Datendurchsätze von 100 bis 250 Mbit/s möglich. Aber eben nicht überall und nicht für jeden. Lars Daneke von der Firma DVZ erzählt: Der alte Firmenanschluss war zwar auch bei der Telekom, aber das war noch DSL 16 000 über das alte Kupfer-Telefonkabel. Maximal hätte der sich auf 32 Mbit/s aufbohren lassen. „Wir hatten das Glück, dass die vorherigen Eigentümer früher selbst im Haus gewohnt hatten und ein Kabelfernseh-Anschluss da war. Dadurch konnten wir zu Vodafone wechseln.“ Auf diese Weise hat das Unternehmen jetzt einen Anschluss mit 400 Mbit/s übers Fernsehkabel. „Das reicht erstmal“, sagt Daneke. „Es funktioniert.“ Aber es gibt einen Pferdefuß: Solche Anschlüsse sind asynchron. Das heißt, in die eine Richtung geht viel weniger durch als in die andere. Technisch sind solche Anschlüsse auf hohe Downoad-Raten ausgelegt. „Eine Eigenart unseres Geschäfts ist es aber, dass wir große Dateien hochladen müssen“, erklärt Daneke. „Technische Zeichnungen, umfangreiche Dokumentationen,... Das bewegt sich im Gigabyte-Bereich.“ Da reicht dann auch das Fernsehkabel schnell nicht mehr.

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Die Telekom wirbt da mit der deutlich sinnvolleren Technik: Gigabit-Anschluss, Glasfaser bis ins Haus, und auf Wunsch können Firmen sogar Leitungen mit bis zu 100  Gbit/s bekommen. Was dieser ultraschnelle Spaß dann kosten würde, sagt die Telekom allerdings nicht: Während für die Standard-Angebote die Preise feststehen, heißt es dazu lediglich: „Wird mit dem Kunden verhandelt“, so Pressesprecher Georg von Wagner.

Wenn die Telekom ausbaut, sagt von Wagner aber auch, dann baut sie im gesamten Gebiet aus – nicht bloß in den beiden jetzigen Telekom-Streifen. Ob es überhaupt dazu kommt, oder nicht, hängt – wie erwähnt – davon ab, ob sich genügend Interessenten finden. Für Lars Daneke und seinen Arbeitgeber kommt die Telekom schon mal zu spät. „Wir haben jetzt bei Nordischnet unterschrieben. Damit hat sich das Thema für uns erstmal erledigt.“

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