Stadtbrandmeister Stefan Schütte blickt auf das Feuerwehrjahr 2019 – und wagt einen Ausblick

117 Brandeinsätze und ein Leuchtturmprojekt

Erfolgreicher Kraftakt: Für Sykes Stadtbrandmeister Stefan Schütte war die Fusion der beiden Ortsfeuerwehren Gessel und Ristedt das herausragende Ereignis im Feuerwehrjahr 2019. Archivfoto: Heiner Büntemeyer

Syke - Von Horst Meyer. Das herausragende Ereignis im Feuerwehrjahr 2019 war für Stadtbrandmeister Stefan Schütte die gelungene Fusion der Ortsfeuerwehren Gessel und Ristedt. Im Gespräch mit dieser Zeitung lässt er das vergangene Jahr Revue passieren.

„Wir wurden über die Grenzen des Landkreises hinaus beobachtet, ob die Fusion gelingt. Durch Zusammenwirken aller Beteiligter haben wir ein Leuchtturmprojekt geschaffen“, ist er sich sicher. „Sicherlich gab's auch Skeptiker, insbesondere in den Reihen der Aktiven. Im Zusammenspiel mit Politik und Verwaltung entstanden durch ein neues Feuerwehrhaus und neue Fahrzeuge und Material aber optimale Bedingungen für die jetzt entstandene Feuerwehr Gessel-Ristedt“, berichtet er.

Den neun Ortsfeuerwehren gehörten im Berichtsjahr 474 Aktive an, darunter 85 Frauen. Die Statistik verzeichnet in den neun Jugendfeuerwehren 240 Jungen und Mädchen, 89 Kinder in den vier Kinderfeuerwehren sowie 145 ehemals Aktive in den Altersabteilungen.

Die Einsatzabteilungen rückten zu 117 Brandeinsätze in Syke, den Ortschaften und in Nachbarkommunen aus. 89 technische Hilfeleistungen, beispielsweise bei Verkehrsunfällen, 29 Fehlalarme und 51 sonstige Einsätze, wie Brandsicherheitswachen im Theater und Museum oder auch Begleitung zur Absicherung örtlicher Umzüge kamen hinzu.

Stefan Schütte hebt besonders hervor, dass Syke mit 169 einsatzbereiten Atemschutzgeräteträgern gut aufgestellt ist. „Ohne diese wäre eine Brandbekämpfung heute nahezu undenkbar“, erläutert er. Stadtbrandmeister und Stellvertreter wurden für eine weitere Amtszeit gewählt (wir berichteten). Anja Seifert kandidierte nicht erneut als Stadt-Kinderfeuerwehrwartin. Ihre Nachfolger sind Jenny Hömmken und Robin Klatte von der Ortsfeuerwehr Gessel-Ristedt.

In einem Arbeitskreis mit Politik und Verwaltung beschäftigte man sich mit Extremwetterlagen, von denen auch Syke nicht verschont blieb. In den letzten Jahren verzeichnet die Statistik mehrere Flächenbrände aufgrund ungewöhnlicher Trockenheit. Ein gemeinsam erarbeitetes Notstromkonzept für öffentliche Gebäude in den Ortschaften steht als erstes Teilergebnis. Für die Umsetzung des Konzepts stellte der Rat 100 000 Euro bereit. Bürgermeisterin Suse Laue wird sich demnächst an der Katastrophenschutzschule des Bundes in Ahrweiler fortbilden, um die bereitstehenden Mittel auch effektiv einsetzen zu können.

Die gute Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung und damit verbunden auch die Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement macht der Stadtbrandmeister auch am städtischen Haushalt für 2020 fest. „Alle im Stadtkommando für notwendig erachteten Beschaffungen sind im Haushalt verankert. Wir werden alle Ortsfeuerwehren mit einem Defibrillator und einer Wärmebildkamera auf den Fahrzeugen ausrüsten. Für Barrien gibt es einen Zuschuss für ein neues Mannschaftstransportfahrzeug. Das Syker Feuerwehrhaus erhält neue Stühle und Tische. Für den Neubau eines zeitgemäßen Feuerwehrhauses in Heiligenfelde sieht der Investitionsplan der Stadt entsprechende Mittel im Jahr 2023 vor“, zählt Schütte auf. Besonders erfreut zeigt er sich auch darüber, dass alle Aktiven bis zum Sommer mit digitalen Meldeempfängern ausgerüstet sein werden. „Die Alarmierung kann dann gezielter erfolgen. Es muss nicht die komplette Ortsfeuerwehr anrücken, wenn beispielsweise nur die Drehleiter benötigt wird“, erläutert er. Die Sirenen in den Ortschaften werden dadurch künftig entbehrlich. „Wir haben die Herausforderungen des Jahres 2019 gut gemeistert. Damit das auch künftig so bleibt, wappnen wir uns für neue Herausforderungen. Einsatzleitung vor Ort, Hygienekonzept oder auch Aufbau einer Logistikgruppe sind entsprechende Stichworte“, stellt Stefan Schütte fest.

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