Bondarenko-Quartett vermittelt Schülern die Beziehung zwischen Kunst und dem Leben

Zufällig ein Streichquartett zur Hand

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Volles Haus beim Gesprächs-Konzert am Syker Gymnasium.

Syke - Von Michael Walter. „Keine Fragen, euer Ehren“ – sichtbar geplättet kamen gestern Vormittag die Schüler der Musikleistungskurse aus Syke, Leeste, Sulingen und Bruchhausen-Vilsen aus dem Kulturforum am Syker Gymnasium. Das lag zum einen an der dicken Luft, die eine große Menge Mensch auf engem Raum hinterlässt, zum anderen an der großen Menge Input, die sie gerade beim „Gesprächs-Konzert“ erhalten hatten.

Das Bondarenko-Quartett aus Hildesheim führte in das 8.Streichquartett in c-Moll von Dmitri Schostakowitsch ein. „Wir haben den Schülern die verschiedenen Themen der Komposition gezeigt und etwas über Leben und Werk des Komponisten erzählt“, erklärt Musikerin Renate Herzog-Meyer. Und es ist damit zu rechnen, dass das, was sie und ihre Mitmusiker da erzählt haben, in irgendeiner Form wieder im Abi auftaucht. „Schostakowitsch ist Pflichtlektüre in den Musik-Leistungskursen“, weiß sie.

Die Botschaft, die Renate Herzog-Meyer, Ensemble-Gründer Alexander Bondarenko (beide Violine), Wolfgang Volpers (Viola) und Dietmar Schlögl (Cello) dabei transportieren möchten, lautet: Musik ist nicht abstrakt. Es gibt eine Beziehung zwischen Kunst und dem Leben.

Das machen sie im Grunde, seit sie sich Anfang 2004 als Quartett zusammengefunden haben. Zuletzt auch verstärkt an Schulen, was vor allem mit Wolfgang Volpers zusammenhängt: Er ist hauptberuflich der Landeskoordinator für den Musikunterricht bei der Kultusbehörde in Hannover. Bei einer Lehrerfortbildung 2014 in Osnabrück war die Frage aufgekommen: Kann man den Schülern denn den Stoff nicht direkt mit Live-Musik vermitteln? „Zufällig hatte ich gerade ein Streichquartett zur Hand“, sagt Volpers mit schelmischem Grinsen.

Seitdem gibt es diese Gesprächs-Konzerte. In Syke war das Quartett jetzt zum ersten Mal. „Es waren unerwartet viele Schüler hier. Aber sie waren auch sehr aufmerksam“, sagt Alexander Bondarenko. Dass am Ende niemand Fragen hatte, nehmen die Musiker nicht krumm. Ganz im Gegenteil: „Das muss man erstmal sacken lassen“, sagt Renate Herzog-Meyer. „Nach einem Konzert kann man nicht gleich reflektiert Fragen stellen. Das würde bedeuten, man hätte die Musik nicht richtig gehört.“

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