Red Fox Bluesband heizt vor voller Kulisse im Ristorante Il Padrino ein

Blues von Überzeugungstätern

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Die Red Fox Bluesband erreichte sein Publikum nicht nur mit Kraft und Volumen. Die fünf Musiker begeisterten auch mit harmonischen, tiefmelancholischen Balladen.

Syke - Von Ulf Kaack. Blues vom Feinsten gab es am vergangenen Sonnabend im Ristorante Il Padrino zu hören. Die Red Fox Bluesband heizte dem Publikum vor gut gefüllter Kulisse gehörig ein. Und erntete dafür Wertschätzung in Form von intensivem Applaus.

Die fünf Musiker, alle samt Überzeugungstäter ihres Genres, präsentierten nahezu das gesamte Spektrum des Blues. Sie bedienten sich des traditionellen Texas- und Chicago-Blues in seiner elektrifizierten Form. Angereichert war die Melange mit Elementen aus Jazz, Swing und Motown.

Es ging kraftvoll zur Sache, groovend und energiegeladen. Purer Blues, dynamisch und ohne Schnörkel. Sänger Torsten Rolfs erwies sich schnell als perfekter Einpeitscher, der die Zuhörer mitzureißen vermochte. Nicht nur stimmlich überzeugte er, auch an der Mundharmonika. Für ein solides Rhythmusfundament sorgten Schlagzeuger Arno Christof und Michael Nentwig am Bass.

Diese perfekt funktionierende Plattform bildete einen idealen Nährboden für den virtuos aufspielenden Andrea Müller an den Keyboards. Er variierte die klassischen Sounds von Piano, Fender Rhodes und Hammond-Orgel meisterhaft, überzeugte mit langen Solopassagen. In dieser Rolle wechselte er sich mit Andreas Wiesner-Steiner ab, der die Gitarre bediente: eine herrlich abgewetzte weiße Fender Stratocaster, ein Klassiker des Instrumentenbaus. Wieselflinks Finger flogen über die Saiten, formten rasante Soli ebenso wie komplexe Akkordfolgen.

Gleich zu Beginn spielte die Red Fox Bluesband „Come on everybody“, das Titelstück ihres aktuellen Albums. Es folgten Eigenkompositionen, doch bediente sich das Quintett auch aus dem Repertoire von B. B. King, Tom Waits oder Roy Orbison. T-Bone Walkers Klassiker „T-Bone-Shuffel“ wurde ebenso adaptiert und interpretiert wie „Congo Square“ von den Neville Brothers.

Die 2007 in Bremen gegründete Band überzeugte auf voller Breite. Es war vor allem die Kraft und das Volumen in Einklang mit dem harmonischen Zusammenspiel der einzelnen Musiker, die begeisterten. Und nicht weniger die harmonischen, meist tiefmelancholischen Balladen. Für drei Stunden zauberte die Red Fox Bluesband ein Roadmovie des US-amerikanischen Musikfeelings der 50er-Jahre nach Syke. Nicht nur für Fans ein Hochgenuss.

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