Blühende Pferdelandschaften

Okeler Reitstall wandelt totes Areal in ein insektenfreundliches Beet um

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Blühwiesen-Challenge auf dem Pferdehof von Mareike und Henning Sievers in Okel. Ein Teil der Pferdekoppel wird zum Pflanzbeet.

Okel - Dank prominenter Teilnehmer und entsprechend großer Aufmerksamkeit in den Massenmedien war die Ice Bucket Challenge vor ein paar Jahren fast schon allgegenwärtig. Ein so großes Medien-Echo wird den Teilnehmern der Blühwiesen-Challenge wohl verwehrt bleiben. Dabei dient auch die letztlich einem guten Zweck.

Brach liegende Flächen werden dabei zu blühenden Wiesen umgestaltet. Die Idee dazu hatten im Sommer die Betreiber eines Reitstalls in Stuhr. Das Prinzip ist wie bei der Ice Bucket Challenge: Der eine Reitstall nominiert den nächsten, der dann ebenfalls eine Brachfläche umwandeln muss, und der wieder den nächsten, und so weiter.

Da staunt der Zosse! Neugierig beäugen die Pferde den eingezäunten Bereich. Die Pflanzen sind extra so ausgewählt worden, dass die Tiere später ruhig mal dran knabbern können.

Auf diese Weise war dieser Staffel-Stab jetzt in Okel angekommen. Dort betreiben Mareike und Henning Sievers seit 2016 einen Reitstall. 33 Pferde in einer gemischten Herde genießen dort gegenwärtig Vollpension. „Super gerne sind wir dem nachgekommen“, sagt Mareike Sievers. „Wir lieben alle Tiere und freuen uns, einen kleinen Anteil zur heimischen Artenvielfalt beizutragen.“ Und so haben die beiden Sievers gemeinsam mit einigen Einstellern vom Hof ein insektenfreundliches Beet angelegt.

„Wir haben dieses Pflanzbeet auf unserem Paddock erstellt“, erklärt Mareike Sievers. Für Nichtreiter: Der Paddock ist ein eingezäunter Auslauf – und damit ökologisch ziemlich tot und wertlos. In der Regel wächst dort nicht mal Gras. Mit anderen Worten: Ideal für eine biologische Aufwertung. Sievers haben dort eine kleine Fläche abgesteckt und eingezäunt. Und dann ging es ans Bepflanzen. „Bei sehr herbstlichem Wetter und Temperaturen hatten wir viel Freude und Spaß. Jetzt freuen wir uns natürlich auf das Blühergebnis kommendes Frühjahr.“

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Gepflanzt haben sie auf der kleinen Fläche die Linde, Eberesche, Kornellkirsche, Weißkorn, Lavendel und verschiedene alte Rosenarten. „Wolters Garten- und Landschaftsbau aus Wachendorf hat uns super bei der Auswahl der in Frage kommenden Pflanzen geholfen“, sagt Mareike Sievers. „Denn Pferde dürfen lange nicht alle Pflanzen fressen, und somit gingen nur ungiftige.“ Und für sie ist klar: Alles, was über den Zaun wächst, darf von den Pferden später auch mal abgeknabbert werden.

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