Bio-Supermarkt-Kette Aleco eröffnet im September

Auch Syke macht mit beim Bio-Boom

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Aleco-Gründer und -Inhaber Georg Appel freut sich darauf, vom 3. September an in der neuen Syker Filiale seines Unternehmens Kunden begrüßen zu können.

Syke - Von Frank Jaursch. „Besser kann ich‘s mir nicht vorstellen.“ Georg Appel blickt aus der Fensterfront der Baustelle, die in wenigen Wochen sein Geschäft beherbergen soll. „Eine hervorragende Lage im Ort, dazu die ideale Größe – perfekt.“ Der Unternehmer aus Sottrum freut sich darauf, mit seiner Bio-Supermarkt-Kette Aleco am 3. September auch in Syke Einzug zu halten – direkt an der Herrlichkeit, in den Räumen, in denen einst Opel Bergmann und zuletzt der F.M.-Sportmarkt angesiedelt waren.

5000 bis 6000 Produkte, alle kontrolliert ökologisch, wird der Supermarkt an der B6 im Sortiment haben. Der Löwenanteil wird dabei auf Frischeartikel entfallen – Obst und Gemüse, Molkereiprodukte und Backwaren. Seine Produkte bezieht er über Deutschlands größten Vertrieb für Naturkostprodukte, über einen Erzeugerzusammenschluss aus Bremen sowie von regionalen Molkereien und Bäckern.

Georg Appel weiß, was er tut: Er hat ein paar Jahrzehnte Erfahrung in Sachen Bio. Schon 1989 startete er einen Bio-Lieferservice, vier Jahre später machte er seinen ersten Bio-Laden auf, in Ottersberg. Auf 30 Quadratmetern.

Als er im Jahr 1999 seinen ersten Bio-Supermarkt eröffnete, gehörte er bundesweit zu den Pionieren. „Der Laden war ungefähr so groß wie dieser hier“, sagt er und deutet auf die rund 400 Quadratmeter Fläche.

Die Arbeiten schreiten schnell voran. Georg Appel ist zufrieden. Den Fortschritt kontrolliert er gern selbst. Auch den Aufbau seines 16. Marktes treibt er voran – „immer voller Leidenschaft“.

Handwerker sind dabei, die Innenarbeiten zu komplettieren. Elektrik, Decke, Fußboden und Heizung wurden erneuert, auch die Außenanlagen mit den rückwärtigen Parkplätzen zeigen sich verändert.

„Einen sechsstelligen Betrag“ hat Appel hier investiert. Im Dreieck zwischen Bremen, Cuxhaven und Buchholz liegen die meisten Aleco-Märkte, vor zwei Jahren kam Delmenhorst hinzu. Und jetzt Syke.

Die Immobilie hatte der 57-Jährige schon vor Jahren im Visier, als er durch Syke fuhr. „Damals hatte ich in der Firma schon mal Syke als Standort ins Gespräch gebracht.“

Als er dann im vergangenen Jahr die Nachricht vom Leerstand erhielt, ging alles recht flott. Schnell einigte sich Aleco mit dem Vermieter auf einen zehnjährigen Mietvertrag – mit der Option, auf bis zu 25 Jahre zu verlängern.

Genau das hat Appel in Syke vor. Und genau deshalb war er auch bereit, so viel Geld zu investieren. Denn Syke passt hervorragend in sein Konzept: Es ist vor allem weit genug von Bremen entfernt. „Da fühl ich mich wohler, einen gewissen Abstand zu haben.“

Das Einzugsgebiet seiner Bio-Supermärkte schätzt Appel auf bis zu 20 Kilometer. Der Markt boomt, auch dank des Trends zu vegetarischer oder veganer Ernährung. Aleco hat in jedem Jahr Zuwächse zu verzeichnen, „oft auch zweistellig“, sagt Appel.

Er hofft jetzt auf viele Stammkunden aus Syke und umzu. „Die Bushaltestelle vor der Tür ist natürlich auch hilfreich für Spontaneinkäufe“, schmunzelt er. Das Rückgrat aber werden jene bis zu zehn Prozent der Verbraucher sein, die gezielt regelmäßig in ein Bio-Geschäft kommen.

Zwölf bis 15 Mitarbeiter werden diesen Kunden helfen, sich schnell im Syker Markt zurechtzufinden. Die Syker Leitung legt er in Syker Hände. Die künftige Chefin lernt derzeit in einer Bremer Filiale ihre Aufgaben kennen.

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