Ausstellung mit Ursula Greve-Werken

Die Bilder der Mutter

Henning Greve präsentiert Bilder seiner Mutter im Café Alte Posthalterei. - Foto: Husmann

Syke - Rund 40 Bilder stellt Henning Greve im Café Alte Posthalterei aus. Sie stammen alle von seiner Mutter Ursula. Die Eröffnung ist am Sonntag um 11 Uhr. Unter dem Titel „Gewachsene Dorfansichten“ sind die Linoldrucke und Malereien bis Ende November zu sehen.

Sie hängen im Spieker und im Café, daher sind sie während der regulären Öffnungszeiten (täglich von 14 bis 18 Uhr) zu sehen. Entstanden sind die Werke größtenteils in den 80er- und 90er-Jahren. Einige Bilder haben ein früheres Datum, beispielsweise „Isernhagen KB“ stammt von 1970.

„Landschaften und Ortskompositionen waren ihr Thema“, sagt Henning Greve. Seiner Mutter ging es ums Ortsbild, Häuser und Landschaften. Mit den Bildern wollte sie eine Art Dokumentation schaffen, damit sich Neubauten harmonisch ins Gesamtbild einer Stadt anpassen können. 

Daher sind viele Silhouetten von Wedemark, Duderstadt und Alfeld zu sehen – entstanden teilweise im Linoldruck. Einige Platten wurden mehrmals gedruckt. Mal ist die Skyline in dunklen Grüntönen, dann wieder bunt gehalten. „Meine Mutter hat auch nachgemalt, besonders feine Details“, erklärt Greve. „Wenn ein Mast störte, wurde er nicht gemalt.“

Geboren wurde Ursula Greve als Wannske 1919 in Lommatzsch (Sachsen). Den Zweiten Weltkrieg verbrachte sie in Italien. Neben ihrer Tätigkeit als Funkerin malte sie Motive in Rom, Neapel oder Verona. Nach dem Krieg blieb Wannske für drei Jahre in Südtirol und malte Buchillustrationen für verschiedene Verlage. 

„Es waren harmonisch-liebliche Zeichnungen“, sagt der Erbe. Nach dem Tod ihres Vaters kehrte sie nach Deutschland (in die junge DDR) zurück. 1951 heiratete sie Peter Greve – ebenfalls ein Maler. Beide siedelten nach Duderstadt um. „Die Ehe mit Peter brachte eine hohe innere Spannung in ihre Bilder“, analysiert ihr Sohn den Wandel der Kunstwerke.

Bis zu ihrem Tod 2007 lebte und arbeitete sie in Bissendorf-Wietze (Wedemark). Sohn Henning hat nun die Schätze sortiert und zu einer Ausstellung zusammengestellt. - awt

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