Förderprogramm des Landkreises greift

Bezahlbare Wohnungen: 415 Menschen profitieren

+
Das Lego-Modell präsentiert Landrat Cord Bockhop symbolisch für das soziale Wohnbau-Programm.

Landkreis Diepholz - Von Anke Seidel. Bezahlbaren Wohnraum schaffen – das ist das Ziel des Förderprogrammes, das der Landkreis Diepholz freiwillig aufgelegt und mit 2,1 Millionen Euro ausgestattet hat. Dieses Programm greift, wie die aktuelle Bilanz beweist.

Bisher haben acht Städte, Gemeinden und Samtgemeinden insgesamt 27 Förderanträge gestellt, berichtet Landrat Cord Bockhop auf Anfrage. 6 500 Quadratmeter Wohnraum in 108 Wohneinheiten sind bereits oder werden zurzeit gebaut. Dadurch entsteht bezahlbarer Wohnraum für 415 Menschen.

Chance für Menschen mit wenig Chancen

Im Schnitt sind die Wohnungen etwa 60 Quadratmeter groß. Einziehen sollen Flüchtlinge oder Menschen, die auf Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II angewiesen sind. Denn gerade für sie gibt es auf dem von steigenden Mietpreisen geprägten Wohnungsmarkt zu wenig Chancen.

Von den 27 Anträgen sind laut Landrat 20 bereits abgerechnet worden. Die weiteren sieben stehen vor der Abrechnung. Damit sind 780 000 Euro schon verbaut, 350 000 Euro stehen vor der Auszahlung. Damit wären in Kürze 1,13 Millionen Euro aus dem Fördertopf umgesetzt. Verbaut worden ist das Geld in Bassum, Diepholz, Lemförde, Rehden, Stuhr, Sulingen, Weyhe und Kirchdorf. Alle Kommunen erhalten für den sozialen Wohnungsbau einen Zuschuss von 20 Prozent der Gesamtaufwendungen für das jeweilige Projekt.

Im Gegenzug verpflichten sie sich dazu, die Sozialwohnungen für die Dauer von mindestens zehn Jahren an Menschen zu vermieten, die auf besagte Sozialleistungen angewiesen sind.

Vorgespräche mit der Stadt Syke laufe

Weitere Kommunen beraten offensichtlich über eine Beteiligung an dem Programm: „Mit der Stadt Syke führen wir Vorgespräche“, berichtet der Landrat. Die Möglichkeit zur Beteiligung hätten genauso Schwaförden, Wagenfeld, Siedenburg, Barnstorf, Twistringen und Bruchhausen-Vilsen – vorausgesetzt, es besteht dort Bedarf an sozialem Wohnraum. Fakt ist, dass der Landkreis noch rund eine Million Euro Zuschüsse vergeben kann. Denn das Wohnbau-Förderprogramm ist mit 2,1 Millionen Euro ausgestattet. Die Antragsfrist endet am 30. Juni.

Verfallen soll das Geld in keinem Fall. Deshalb hatte der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung eine neue Regelung auf den Weg gebracht: Kommunen, die bereits vom Förderprogramm profitiert haben, dürfen darüber weitere Projekte auf den Weg bringen – sofern das Geld nicht ausgeschöpft ist.

Ein elementares Kriterium für die Zuschüsse ist die Zahl der Bürger in den Kommunen. „Zehn Euro pro Einwohner war eine gegriffene Zahl“, blickt der Landrat auf die Konzeption des Programms zurück. Die Resonanz zeige, dass sich diese Zahl bewähre. Gleichwohl könne man mit dem Programm nicht die Probleme auf den Wohnungsmärkten lösen, so Bockhop. So unterschiedlich die Situation in den Kommunen auch ist: Das Programm habe in den Räten durchaus eine Diskussion über Wohnungsbau-Gesellschaften oder Beteiligungen daran ausgelöst, freut sich der Landrat.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Liverpool kegelt Hoffenheim aus der Champions League - Bilder

Liverpool kegelt Hoffenheim aus der Champions League - Bilder

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Eiskalt oder scharf: Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

Eiskalt oder scharf: Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

Kaktusfeigen richtig öffnen

Kaktusfeigen richtig öffnen

Meistgelesene Artikel

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

Gerätehaus in Leeste feierlich übergeben

Gerätehaus in Leeste feierlich übergeben

Rettungshubschrauber im Einsatz: Radfahrer von Auto erfasst

Rettungshubschrauber im Einsatz: Radfahrer von Auto erfasst

Wetterexperte zum Ballon-Fahrer-Festival: „Wind ist unser Hauptfeind“

Wetterexperte zum Ballon-Fahrer-Festival: „Wind ist unser Hauptfeind“

Kommentare