Schaden von rund 4 000 Euro

Betrüger erbeuten im Landkreis Diepholz Zahngold-Spenden

Corpus Delicti: die Zahngold-Spendendose.
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Corpus Delicti: die Zahngold-Spendendose.

Gut ist, wenn man Gutes für den guten Zweck tun will. Schlecht ist, wenn schlechte Menschen das zu ihrem Vorteil ausnutzen. Diese Erfahrung hat nun der Lions Club Syke-Hunte-Weser machen müssen. Seit 14 Jahren sammelt das Hilfswerk des Vereins gemeinsam mit dem Lions Club Bassum Klosterbach-Delme und in Kooperation mit mehreren Zahnarztpraxen in der Region altes Zahngold ein.

Syke/Weyhe – Die Erlöse werden in regionale Hilfsprojekte eingebracht. Hier setzten in den letzten Tagen Betrüger an, gaben sich als Mitglieder des Lions Clubs aus und versuchten, in den Besitz der für die Aktion in den Praxen bereitgestellten Spendendosen zu kommen – in mindestens drei Fällen mit Erfolg. Der Schaden beläuft derzeit auf rund 4 000 Euro.

Lions Club verärgert ‒ wie sind Betrüger an Liste teilnehmender Praxen gekommen?

Die Masche sieht folgendermaßen aus: Am Telefon geben sich die Betrüger als Verantwortliche vom Lions Club aus und kündigen an, die Zahngold-Dosen abholen zu wollen. Aufgrund der Corona-Beschränkungen würde ein Bote geschickt. Mindestens drei Zahnarztpraxen, darunter zwei aus Syke, übergaben dem vermeintlichen Boten die Spendendosen.

Uwe Wehrenberg vom Syker Lions Club ist verärgert: „Gerade in der Corona-Zeit sind bei uns viele Aktionen, über die wir Geld sammeln, weggefallen“, sagt er. Die Zahngold-Aktion sei eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten, um Spenden zu sammeln. Stutzig macht ihn vor allem die Tatsache, „wie die Täter an die Liste mit den teilnehmenden Zahnarztpraxen gekommen sind“.

19 Zahnärzte arbeiten mit den Lions Clubs zusammen

Insgesamt beteiligen sich 19 Zahnärzte an der Spendenaktion des Lions Clubs. Wie viele der Praxen von den Betrügern kontaktiert oder gar um die Goldzähne erleichtert wurden, konnten weder Wehrenberg noch die Polizeiinspektion Diepholz am Mittwoch sagen.

Nicht erfolgreich waren sie in der Zahnarztpraxis von Dr. Wolfgang Enders in Weyhe. Dort habe, so Enders, am späten Nachmittag nach mehreren Anrufen ein Mann versucht, die Dose abzuholen. Doch die Mitarbeiterin sei bereits bei den Telefonaten zuvor stutzig geworden und verweigerte die Herausgabe, zumal die Praxis in der Zwischenzeit durch Uwe Wehrenberg informiert wurde. Pressesprecher Thomas Gissing von der Polizeiinspektion Diepholz hält das für die richtige Vorgehensweise: „Wir weisen darauf hin, die Dosen nur den bekannten Personen zu überreichen und sich lieber einmal mehr rückzuversichern.“

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