Betreiber VGH und Wachendorfer Ortsrat favorisieren Neubau in der Ortsmitte

Aus für Bahnhof am Rosarium

Wachendorf - Von Michael Walter. Die Idee von einem neuen Bahnhof in der Nähe des Rosariums ist bis auf Weiteres vom Tisch. Darüber war sich der Wachendorfer Ortsrat am Montagabend einig, selbst wenn er dazu keinen Beschluss fasste.

Statt dessen dürfte es jetzt darauf hinauslaufen, dass die VGH als Betreiber der Kleinbahnstrecke den Haltepunkt ein Stück in Richtung Süstedt verlegt. Für das Unternehmen wäre das die billigste Lösung, und im Dorf gäbe es dagegen keinen Widerstand. Ganz im Gegensatz zu einem neuen Bahnhof auf der Feuerwehrwiese, wie ihn die VGH ursprünglich vorgeschlagen hatte.

Wie berichtet, war diese Idee bereits Ende Oktober auf nur wenig Gegenliebe gestoßen, als VGH-Betriebsleiter Christian Schröder im Ortsrat die Entwürfe dafür vorgestellt hatte. Damals war die Frage aufgekommen, ob es denn nicht sinnvoller sei, den Bahnhof näher ans Dorfgemeinschaftshaus und zum Rosarium zu verlegen, wenn es denn schon ein neuer sein müsste. Jetzt konnte Schröder diese Frage beantworten.

Zwei mögliche Standorte entlang der Straße Kirchberg kämen dafür zwar in Betracht. Die Kosten würden aber komplett bei der VGH hängen bleiben, während sie für einen neuen Bahnhof in der Nähe des alten erhebliche Zuschüsse bekommen könnte.

Ein Neubau am Kirchberg würde die VGH laut Schröder etwa 30- bis 40000 Euro kosten, auf der Feuerwehrwiese nur etwa 15000Euro. Noch ein bisschen billiger wäre es 100 Meter vom jetzigen Bahnhof Richtung Süstedt: 13000 Euro. Und das Gelände dort gehört bereits der VGH. Das Unternehmen könnte sofort mit der Planung beginnen.

Sykes Bauamtsleiter Timo Fleckenstein warf noch einmal die Frage in den Raum, ob es nicht doch vielleicht möglich sei, den jetzigen Bahnhof weiter zu benutzen. Darauf Schröder: „Wir diskutieren hier nicht, ob wir den Bahnhof verlegen, sondern nur wohin!“

Die Landesbehörde für die Eisenbahnaufsicht habe die VGH angewiesen, ihre Bahnübergänge mit Signalanlagen auszustatten. „Entscheidend ist dafür nicht, wie viele Züge dort fahren, sondern wie viele Autos“, so Schröder. Beim Übergang am Wachendorfer Bahnhof gibt es dabei ein Platzproblem. Der Bahnhofsbereich selbst müsste für den Einbau verändert werden. „Das wäre keine Reparatur, das wäre ein Umbau. Und damit müssten wir automatisch die neuesten Vorschriften einhalten“, so Schröder. Etwa für Mindestbreiten des Bahnsteigs und Sicherheitsabstände. „Das ist beim alten Bahnhof aber nicht machbar. Wir haben gar keine andere Wahl, als einen neuen zu bauen.“

Kampflos aufgeben möchte Fleckenstein den alten Bahnhof dennoch nicht. Er bat Schröder und VGH-Vorstand Uwe Roggatz, einen Ortstermin mit der Aufsichtsbehörde zu arrangieren. „Vielleicht finden wir vor Ort ja doch noch einen für die Behörde tolerierbaren Kompromiss.“

Rubriklistenbild: © dpa

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