Cliff Barnes and the Fear of Winning

CO2-neutral: Besucher erstrampeln Strom für Gartenkulturmusikfestival-Konzert

400 Gäste hätten Cliff Barnes and the Fear of Winning nicht gut verstehen können, hätten einige Zuschauer nicht fest in die Pedale getreten.
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400 Gäste hätten Cliff Barnes and the Fear of Winning nicht gut verstehen können, hätten einige Zuschauer nicht fest in die Pedale getreten.

Ein außergewöhnliches Konzert, an einem außergewöhnlichen Ort stellte am Freitag den Rahmen dar zur Eröffnung des Gartenkultur-Musikfestivals. Den Veranstaltern war die Anspannung anzumerken. Hoher logistischer Aufwand musste betrieben werden, um leisten zu können, was am Ende so leicht daher kam: ein entspannter und entspannender Abend für die knapp 400 Gäste.

Ristedt/Leerßen – Auf Stühlen, an Tischen, oder picknickend auf mitgebrachten Decken hatten die Gäste eine gute Zeit, während Suse Laue in ihrer Doppelfunktion als Vorsitzende des Kommunalverbundes und Bürgermeisterin immer wieder kräftig in die Pedale trat, um alles am Laufen zu halten. Denn: „Der Strom für den Auftritt kommt nicht aus der Steckdose, sondern wird mit Fahrrädern, dem sogenannten Pedal Power System, produziert“, hieß es in der Ankündigung des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen. Und so erklärte sich auch das große Banner am Aussichtsturm oberhalb der Band: „CO2-neutrale-Bühne“.

Cliff Barnes and the Fear of Winning fordern individuelles Engagement für den Planeten

Mit Cliff Barnes and the Fear of Winning hatte sich der Veranstalter eine erstklassige Band gesichert, der man Spielfreude, Message und Vielseitigkeit abnahm. Ihre zuletzt veröffentlichte CD „World2hot“ (2016) ist ausschließlich mit erneuerbarer Energie erzeugt. „Unsere Philosophie ist durchaus radikal, denn wir sagen, dass jeder Einzelne Verantwortung übernehmen muss, indem er zum Beispiel nur das kauft, was er auch wirklich braucht. Jeder Einzelne muss aufhören, Zeit, Ressourcen, Geld und natürlich Energie an das Märchen Wachstum zu verschwenden. Das alles klingt wie ein Hippie-Mantra und das soll es auch sein.“

Dabei hat die Band Spaß und gibt diesen gerne weiter. So wurde das Publikum mehrfach in die Musik eingebunden und Sänger Bob Giddens wurde nicht müde, der vornehmen norddeutschen Zurückhaltung etwas Leidenschaft einzuhauchen.

Gelöste Atmosphäre zu apokalyptischen Song-Themen

Independent Rock und Country umschreibt die Musikrichtung von Cliff Barnes and the Fear of Winning, wobei unabhängig (englisch independent) mehrschichtig zu verstehen ist. Eben nicht nur von Elektrizität, sondern auch von Musiklabeln und vielleicht auch vom Rest der Welt. Immer wieder sind apokalyptische Themen Inhalt ihrer Liedtexte. Und so wundert es nicht, wenn sie nach Worten des Sängers „selten covern, aber den Song Gimme shelter von den Stones gerne interpretieren“.

Angemessener konnte sich Syke zur Eröffnung des diesjährigen Gartenkultur-Musikfestivals nicht präsentieren, als auf der Kuppe des Hohen Berges, unter den zum Greifen nahen überspannenden Himmel.

Summervibes und endlich wieder Musikveranstaltungen. Die Freude darüber war der gelösten Atmosphäre zu entnehmen. Zwischenzeitlich sah es nach Regen aus. Aber die Sonne kämpfte sich immer wieder durch, und der Blick ging weit über den gewöhnlichen Horizont hinaus.

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