GoSpellOn und Modernes Orchester gemeinsam

Das Beste aus zwei Welten auf einer Bühne

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Das Moderne Orchester des TuS Syke und der Gospelchor füllten die Theaterbühne aus.

Syke - Von Frank Jaursch. Wohl selten in der Geschichte des Syker Theaters dürfte auf der Bühne so viel los gewesen sein wie an diesem Samstagabend: Beim gemeinsamen Konzert von Modernem Orchester und GoSpellOn befanden sich gut und gerne 80 Akteure auf der – nach vorn erweiterten – Bühne.

Doch auch die Zuschauerränge waren gut gefüllt: Rund 250 Besucher waren gekommen, um Zeuge dieses musikalischen Experiments zu werden.

Zwei Formationen, die – jede für sich allein – schon mühelos das Volumen für ein derartiges Konzert aufzubieten haben, teilen sich die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Klappt das? Nimmt man den Applaus aus den Publikumsrängen zum Maßstab, lautet die Antwort eindeutig: Ja!

Die Zuhörer ließen sich für zwei Stunden in zwei Welten entführen – ins Universum von Gospel und Spirituals und in die Sphären der Filmmusiken und Musicals. Im Wechsel zeigten die beiden Gruppen ihr Können. Alle Akteure blieben während des Konzerts stets auf der Bühne, nur die Beleuchtung wechselte auf jene Formation, die gerade an der Reihe war. Bei einigen Songs blieben alle in helles Licht getaucht: Die Momente, in denen Chor und Orchester gemeinsam agierten, wurden zu Highlights des Abends.

Gemeinsame Höhepunkte

Das klappte schon bei „Today Is The Gift“, jenem Stück, das der farbigen US-Bürgerrechtlerin Rosa Parks gewidmet ist. Und steigerte sich noch bei „I'm On My Way“ (Micha Keding) und bei Marvin Gayes „Ain't No Mountain High Enough“.

Dazwischen punkteten beide Teile des Konzerts mit ihren Stärken beim Publikum: Das Orchester agierte mit einer sensationellen Präzision und ließ vor dem geistigen Auge der Zuhörer Bilder zu den präsentierten Stücken entstehen – mit Klängen zu bekannten Hollywood-Filmen und Broadway-Produktionen. Gerade die „Hollywood Milestones“ sorgten dabei für Begeisterungsstürme.

Der Gospelchor beeindruckte mit großer Lebensfreude und setzte mit einem Mix aus traditionellen Stücken, modernen Songs und jenen Meisterwerken, die den Spagat zur Populärmusik geschafft haben – wie Leonard Cohens „Hallelujah“. Bei einem stimmungsvollen Segenslied leuchteten zahlreiche Smartphone-Taschenlampen im Zuschauerraum auf – und die Orchestermitglieder nahmen kurzerhand ihre Lesepultlampen hinzu. Ein außergewöhnlicher Moment.

Glanzpunkt zum Schluss

Den letzten Glanzpunkt dieses Abends setzten alle Künstler gemeinsam in der Zugabe: Es erklang „All You Need Is Love“ von den Beatles. Ein passender Schlussakkord: Die Liebe zur Musik hat die Vereinigung auf der Bühne ermöglicht.

Auch wenn nicht alles perfekt lief bei der Premiere: Einigkeit herrschte doch in einem, wie Chorsprecher Ulrich Ellinghaus nach dem Konzert formulierte: „Wir haben an diesem Abend etwas Besonderes auf die Bühne gebracht.“

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