Besondere Gefahr durch außerordentlich hohe Temperaturen

Schreck am Silvestertag: Brand im Schornstein verläuft glimpflich

Blick durch eine geöffnete Revisionsklappe mit Hilfe eines Spiegels in den rotglühenden Schornsteinschacht .
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Blick durch eine geöffnete Revisionsklappe mit Hilfe eines Spiegels in den rotglühenden Schornsteinschacht .

Wachendorf - Mit einem gehörigen Schrecken ging für die Bewohner eines Hauses in der Colonie Wachendorf das alte Jahr zuende: Ein Schornsteinbrand rief am Silvestertag die Feuerwehr auf den Plan. Verletzt wurde niemand, und das Haus wurde ebenfalls nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen.

Gegen 11.30 Uhr wurden die Mitglieder der Ortsfeuerwehren Wachendorf und Gödestorf über Sirene und Meldeempfänger alarmiert. Was den Brand ausgelöst hat, ist unklar. Ruß-Ablagerungen im Schornsteinschacht können ebenso die Ursache sein, wie beispielsweise ein Dohlennest.

„Das Gefährliche bei einem Schornsteinbrand sind die enormen Temperaturen, die dabei entstehen“, erklärt Feuerwehrsprecher Ihno Fißer. „Der Schornstein selber kann das ab. Aber in den umgebenden Räumen kann dadurch ganz erheblicher Schaden entstehen.“

Kontrolliert

ausbrennen lassen

Wenn dabei der Putz von den Wänden platzt, ist das noch harmlos. Es können sich aber auch Tapeten oder sogar die Möbel davor entzünden.

Wegen der hohen Temperaturen darf die Feuerwehr einen Schornsteinbrand auch nicht mit Wasser löschen. Ein einziger Liter Wasser würde in Sekundenbruchteilen in 1700 Liter Wasserdampf umgewandelt werden. Die Energie, die dabei schlagartig freigesetzt wird, entspricht einer mittleren Bombe.

In der Regel beschränkt sich die Feuerwehr daher auch darauf, zu kontrollieren, dass durch die Hitze keine weiteren Brände entstehen.

So auch in diesem Fall: Ortsbrandmeister Jörg Seifert kümmerte sich mit seinen insgesamt 18 eingesetzten Kräften um den Brandschutz rund um den Schornstein, während er dem herbei gerufenen Bezirksschornsteinfeger die Kontrolle über das Ausbrennen des Schornsteins überließ. Die zur weiteren Unterstützung mitalarmierten 28Gödestorfer Feuerwehrleute konnten wieder abrücken, als nach gut 50 Minuten die Lage unter Kontrolle war.

„Bei dem diesigen Wetter zogen immer wieder Rauchschwaden um das direkt an der Bundesstraße liegende Haus“, so Fißer. „Die B6 brauchte jedoch nicht gesperrt zu werden, und der Verkehr konnte an der Einsatzstelle vorbei fließen –zwar ein wenig eingeschränkt, aber ansonsten fast ungehindert.

Nachdem der Schornsteinfeger den Schornstein abschließend gekehrt hatte und „Feuer aus“ gemeldet werden konnte, beendete die Feuerwehr Wachendorf ihren Einsatz nach knapp zwei Stunden.

mwa

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