Rat beschließt zusätzliche verkehrsberuhigende Maßnahmen

6000 Euro für die Lindhofhöhe

Syke - Die Stadtverwaltung nimmt weitere 6000 Euro Steuergelder in die Hand, um an der Lindhofhöhe zusätzliche verkehrsberuhigende Maßnahmen einzurichten. Das entschied der Rat am Donnerstag.

Der bei zwei Enthaltungen einstimmig gefasste Beschluss sieht vor:

Vor dem Haus Nr. 30 wird ein Pflanzbeet auf dem Parkstreifen direkt gegenüber dem auf der anderen Straßenseite vorhandenen angelegt. Ein weiteres wird vor dem Haus 42 gepflanzt, das in etwa bis zur Straßenmitte reichen soll. Außerdem werden zusätzliche Tempo-30-Schilder aufgestellt und das Ortseingangsschild aus Richtung Finkenberg in Richtung Lindhofhöhe versetzt.

Karsten Bödeker (SPD) hält das für „eine vertretbare Lösung“ und betonte in Richtung der im Saal anwesenden Anlieger: „Damit muss es heute auch mal gut sein.“ Die Stadt übernehme aus Steuermitteln Kosten, die sie an vergleichbaren anderen Straßen nicht übernehmen würde. Das sei der „besonderen Situation“ geschuldet. Der amtierende Rat habe mit der Lindhofhöhe ein „Thema von vor 15 Jahren geerbt“, so Bödeker. „Heute würde sich ein Rat mit sowas gar nicht erst beschäftigen.“

Stier: „Deckel auf

den Topf machen“

Auch CDU-Fraktions-Chef Markus Stier sprach sich dafür aus, mit diesem Beschluss „den Deckel auf den Topf zu machen“. Das möge die Anlieger zwar nicht zufrieden stellen, aber deren Wünsche 1:1 umzusetzen, sei ohnehin nicht möglich. „Da würden wir allein schon aus Kostengründen Probleme bekommen“, so Stier. Den aktuellen Beschluss bezeichnete er als „ein Beispiel, wie intensiv sich Verwaltung, Politik und Bürger um ein Thema kümmern können. Mehrfach seien die Anlieger dazu gehört worden.

Zuvor hatte Fachbereichsleiter Horst Meyer auf Nachfrage die Zahlen der jüngsten Geschwindigkeitsmessungen vorgestellt. An zwei Tagen innerhalb der letzten zwei Wochen hat der Landkreis dort an zwei verschiedenen Stellen jeweils zu den Stoßzeiten von 7 bis 9 Uhr je eine Fahrtrichtung gemessen.

Bei der ersten Messung wurden 40 Autos gezählt, von denen acht zu schnell waren, davon aber alle unterhalb von 50km/h.

Bei der zweiten Messung zählte der Landkreis laut Meyer 89 Autos, von denen 29 zu schnell waren. Davon lagen vier oberhalb von 40km/h. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 56km/h. „Einige Kennzeichen sind mir aus der Nachbarschaft bekannt“, merkte Meyer an. Er wohnt selbst an der Lindhofhöhe.

Rubriklistenbild: © dpa

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