Erfahrung auf Kreuzfahrtschiff

Max Besch ist der neue Koch in der Grundschule am Lindhof

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Max Besch (rechts) ist der neuer Koch in der Grundschule am Lindhof. Schulamtsleiterin Claudia Prößler (v.l.), Erster Stadtrat Thomas Kuchem und Schulleiterin Ursula Buchwald-Wachendorf sind froh, dass Besch endlich mit seiner neuen Aufgabe beginnen kann.

Syke - Von Robin Grulke. Max Besch war auf einem Kreuzfahrtschiff, im Ferienlager und beim Sternekoch Ronny Siewert. Mal hat er 500, mal 2 000 Mäuler pro Tag gestopft, dabei ist er erst 25 Jahre alt. Bei seinem neuen Arbeitsplatz geht es verhältnismäßig ruhig zu: Ab November kocht er für rund 200 Kinder der Grundschule am Lindhof.

Nach monatelangem Heckmeck um den Posten des neuen Kochs (wir berichteten) ging schließlich Besch in der insgesamt dritten Ausschreibung als geeignetster Kandidat hervor. Dass er der Vater von Suse Laues Enkelkind ist, soll dabei keine Rolle gespielt haben. Wie auch immer die Entscheidung hinter den Vorhängen schließlich gefallen ist: Fakt ist, dass Besch nun der Hauptverantwortliche für die neue Küche in der Grundschule am Lindhof ist.

Bis November liefert Catering-Service

Essen zubereiten wird er dort allerdings erst ab November. Bis dahin plant er die Abläufe in der Großraumküche, welche Ausstattung er gerne hätte und wen er als Beikoch und weitere Hilfskraft braucht. In der Übergangszeit liefert ein Cateringservice das Essen für die Lindhof-Schüler.

Besch hat lange Zeit für ein Ferienlager gekocht, sich danach während seiner Kochausbildung in einem Rostocker Hotel um mehr als 500 Gäste pro Abend gekümmert. „Die Masse schockt mich nicht“, behauptet er angesichts der langen Liste an Kindern, die künftig ein tägliches Mittagessen von ihm erwarten. „Ich bin ganz Anderes gewohnt.“

Die Stadt hat sich aus zwei Gründen für den jungen Koch entschieden, sagt Stadtrat Thomas Kuchem. Zum einen sei seine Erfahrung im Umgang mit vielen Gästen wichtig, zum anderen sein Weitblick. Besch sei bereit, für besondere Veranstaltungen wie eine Projektwoche angepasst zu kochen und auf Allergien zu achten. Wenn im Unterricht Asien thematisiert wird, könnte es auch eine chinesische Reispfanne zum Mittag geben.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass Besch zukünftig den Caterer-Service für Veranstaltungen im Rathaus übernimmt oder Kochkurse für Eltern und Kinder anbietet. So könnte er voll ausgelastet werden und die Preise für die Mittagsverpflegung nachträglich senken. „Wir rechnen bislang mit der Obergrenze von 3,90 Euro pro Essen, das ist auch machbar. Der Plan ist aber, darunter zu bleiben“, sagt Besch.

„So viel wie möglich mit Gemüse machen“

Aus dem Budget will Besch alles herausholen. „Ich will versuchen, so viel wie möglich mit Gemüse zu arbeiten.“ Jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße soll es für die Schüler unter seiner Leitung nicht geben.

Das unterstreicht auch Ursula Buchwald-Wachendorf, Schulleiterin der GS am Lindhof: „Es geht nicht darum, dass Kinder irgendwie satt werden.“ Mit dem täglichen Essen will sie den Kindern zeigen: Was ist gesund? Was kann man überhaupt verarbeiten und essen? „Ernährung wird immer wichtiger, und die Vermittlung ist auch ein Ziel der Erziehung.“

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