Bemerkenswerter Musik-Mix bei Jazz Folk Bike 2015 / Schwerpunkt: Norwegen

Sax, Drugs und Kinderlieder

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Elin Kåven bringt die Mystik des Nordens in die Barrier Kirche.

Syke - Von Frank Jaursch. Dr. Ralf Vogeding wusste, auf wen er den Fokus lenken musste. Er sei glücklich, wieder einen Konzertort für die 2015-Ausgabe von Jazz Folk Bike beisteuern zu können, betonte der Leiter des Kreismuseums. „Aber eigentlich sind wir ja nur Beiwerk. Die Motoren von Jazz Folk Bike sind die beiden.“ Gemeint waren Gerd und Gertrud Harthus. „Wenn sie nicht dabei wären“, machte Vogeding unmissverständlich klar, „gäbe es Jazz Folk Bike nicht mehr.“

Und das wäre ein Jammer. Denn das Programm für dieses Jahr macht so richtig Appetit auf ein Wochenende im Zeichen der Musik. Vom 5. bis 7. Juni gibt es sieben Konzerte an fünf Spielorten. Und eine Aussage wie „Da ist für jeden was dabei“, darf diesmal wörtlich genommen werden.

Das diesjährige Programm trägt den kleinen Zusatz „…goes Norway“: Denn mehrere Künstler aus dem erklärten Lieblingsland von Gerd Harthus drücken dem Festival ihren musikalischen Stempel auf. Ein Paukenschlag erklingt dabei zum Auftakt: Mit dem 30-jährigen norwegischen Saxophonisten Marius Neset gastiert ein kommender Superstar des europäischen Jazz im Syker Theater.

Und zwar mit einem Doppelkonzert: Zum einen bringt er seine eigene Band mit, zum anderen bildet er ein ungewöhnliches Duo mit einem Landsmann, dem Tubisten Daniel Herskedal. Und weil die Kombination Tuba/Saxofon noch nicht ungewöhnlich genug ist, kommt noch ein 14-köpfiger Chor „Made in Syke“ hinzu, der einige Stücke einstudiert hat und das Konzert ergänzen soll. Ein spannendes Experiment.

Zwei Konzerte veredeln den Sonnabend: In der Bartholomäus-Kirche in Barrien singt das Elin Kåven Trio nordische Musik, angesiedelt „zwischen Folk, Weltmusik und Pop“ (Gertrud Harthus). Und das Kreismuseum ist Gastgeber des Programms „Club 27“ von Denis Fischer.

Der Sänger interpretiert auf eigene Weise Hits von jenen Künstlern, die schon im Alter von 27 Jahren starben – darunter Jimi Hendrix, Amy Winehouse und Kurt Cobain. Die meisten von ihnen verdankten ihrem Drogenkonsum die zweifelhafte Ehre, jenem Club anzugehören. Mit dieser „musikalischen Totenmesse“ reagieren die Macher auf Nachfragen von Musikfans, die sich ein weiteres Konzert mit Fischer gewünscht hatten.

Dreimal Musik wartet am Sonntag: Im Vorwerk eröffnet die Irish-Folk-Gruppe Glennfiddle den Tag musikalisch. Am Nachmittag dürfen nach dem guten Erfolg im vergangenen Jahr wieder Matt & Basti mit ihren Mitmach-Kinderliedern und einem neuen Programm „ran“. Und den Abschluss bilden die Hannover Harmonists mit einer spannenden A-Cappella-Reise durch Musikstile und Epochen.

Karten gibt es in allen regionalen Zeitungshäusern, etwa bei den Geschäftsstellen der Kreiszeitung. Einzelheiten zu den auftretenden Künstlern, zu Preisen und Anfangszeiten sind im Internet nachzulesen.

www. jazzfolkbike.de

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