Behinderte Menschen sollen in den Vorstand

Lebenshilfe Syke betreibt Inklusion

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Geschäftsführer Volker Hinte.

Syke - Zwei Menschen mit Behinderung sollen künftig im Vorstand der Lebenshilfe Syke mit beratender Stimme ihre Interessen vertreten. Mit dieser Entscheidung geht die Organisation einen Weg, den sowohl der Bundes- als auch der Landesverband der Lebenshilfen empfohlen haben und den einige Regionalgruppen bereits anwenden.

Während der Mitgliederversammlung trug Geschäftsführer Volker Hinte das Thema vor und stellte fest: „Das passiert vor dem Hintergrund der Inklusion.“ Es gehe um die aktive Beteiligung der behinderten Menschen. Bei der Lebenshilfe Syke sind die ersten Schritte schon eingeleitet. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte der Geschäftsführer, dass die Strukturen im eigenen Haus überprüft werden. Man werde darüber nachdenken, wie es Menschen mit Behinderung möglich ist, sich an der Arbeit der Lebenshilfe und am Willensbildungsprozess zu beteiligen.

Der Geschäftsführer räumte anfängliche Skepsis für das Vorhaben ein. „Wie können Menschen mit kognitiven Einschränkungen den oft komplexen Themen und Diskussionen folgen?“ Er selbst, so Hinte, habe sich bei der Lebenshilfe Delmenhorst, in der bereits seit zwei Jahren Menschen mit Behinderung beratende Vorstandsmitglieder sind, ausgiebig informiert. Das Ergebnis der Gespräche habe ihn überzeugt, dass auch die Lebenshilfe Syke diesen Weg gehen sollte.

Zum Ablauf: Die Behinderten-Einrichtungen der Lebenshilfe Syke sollen zwei Kandidaten benennen, der Vorstand wird das Thema während seiner Sitzung im September behandeln und die Mitgliederversammlung wählt im kommenden Jahr die zu beratenden Mitglieder in den Vorstand der Lebenshilfe Syke.

Zur Frage, wie die Unterstützung der neuen Vorstandsmitglieder aussehen kann, sagte Hinte: „Es wird eine Assistenzkraft erforderlich sein, die ausschließlich zu diesem Zweck beschäftigt wird.“ Die beiden künftigen beratenden Vorstandsmitglieder würden auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Es gelte zum Beispiel vereinsrechtliche Bestimmungen zu beachten.

Hinte: „Es geht darum, Menschen mit Behinderung mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, sie sollen für ihre Interessen auch selber eintreten.“ Die Devise laute: einfach anfangen und ausprobieren. Er sei sich sicher, dass auch bei der Lebenshilfe Syke die Erfahrungen positiv sein werden.

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