Es begann in der alten Garage

Syker Jugendfeuerwehr wird 50 Jahre jung

Gruppenfoto aus den 1970er-Jahren. Die meisten Mitglieder der Ortskommandos durchliefen in der Jugend die Jugendfeuerwehr, die heute als Fundament der aktiven Wehr gilt.

Syke - Von Dieter Niederheide. Zwei jung gebliebene Urgesteine der Syker Ortsfeuerwehr sind Brandmeister Jürgen Leipold (63) und Löschmeister Ralph Harjes (62). Beide gehörten 1967 zu den Gründungsmitgliedern der Jugendfeuerwehr Syke. Diese begeht am 21. Mai ab 9 Uhr ihren 50. Geburtstag – mit dem Kreisjugendfeuerwehrtag auf dem Gelände der Ganztagsschule an der Ferdinand-Salfer-Straße.

Jugendfeuerwehrwart Christoph Meyer erklärt: „Wir richten den Wettkampf nach den Richtlinien, die bis zum Bundeswettkampf vorgeschrieben sind, aus. Wir erwarten aus den 54 Jugendfeuerwehren des Landkreises Diepholz 90 bis 100 Wettkampfgruppen.“

Zuschauer bei den Wettkämpfen willkommen

Es wird unter den Augen der Schiedsrichter spannend zugehen, wenn der Feuerwehrnachwuchs Schlauchleitungen kuppelt, Löschangriffe mit Hindernisbewältigung demonstriert oder im B-Teil einen Staffellauf über 400 Meter und neun Hindernisse absolviert.

Um 17 Uhr soll die Siegerehrung sein. Danach gibt es die Jubelfeier mit Führungskräften der Feuerwehr, mit den Gründungsmitgliedern und mit Bürgermeisterin Suse Laue. Natürlich freut sich Christoph Meyer über Besucher aus der Syker Bevölkerung. Für Kaffee und Kuchen, Bratwürste und Pommes ist gesorgt.

Ein Foto der Jugendfeuerwehr Syke aus der Gründerzeit 1967. Lange Zeit blieb die Mitgliedschaft in der Nachwuchsabteilung ausschließlich den Jungen vorbehalten.

Jürgen Leipold und Ralph Harjes sind bis heute in der Syker Wehr aktiv. Sie waren bei der Gründung 13 und 12 Jahre alt. Sie erinnern sich gerne an die Anfänge der Jugendfeuerwehr in einer alten Garage im September 1967 am Standort der Syker Feuerwehr Am alten Feuerwehrturm. Tische und Stühle stammten aus der Volksschule.

Kreisjugendfeuerwehrtag am 21. Mai

Gründer und erster Jugendfeuerwehrwart war damals Klaus Harjes, der ein Jahr später aus beruflichen Gründen Syke verließ. Es übernahm mit Heinrich „Hobel“ Meyer ein Mann die Jugendfeuerwehr, der sich viele Jahre engagiert für den Feuerwehrnachwuchs einsetzte und der 1985 Stadt-Jugendfeuerwehrwart wurde.

In seine Fußstapfen trat Sohn Uwe Meyer, der die Jugendfeuerwehr leitete und ebenfalls Stadtjugendfeuerwehrwart war. Er wurde später Ortsbrandmeister und ist jetzt Ehrenbrandmeister.

Wie ein roter Faden durchziehen Namen die Jugendfeuerwehr, die an führender Stelle der Ortsfeuerwehr stehen und standen, zum Beispiel Ortsbrandmeister Fabian Fricke oder stellvertretender Ortsbrandmeister Rainer Brandt, die beide Jugendfeuerwehrwarte waren.

Erste Frauen wurden 1992 in die Wehr übernommen

Harjes und Leipold erinnern sich noch an die erste Ausrüstung: Helm, Kombianzug, breiter Ledergurt und blaue Schiffchen. Gummistiefel und Handschuhe mussten selber gekauft werden.

Jürgen Leipold: „Wir waren damals auch bei Einsätzen schon dabei, aber weit vom Feuer entfernt.“ Einer ihrer ersten Einsätze war der Brand auf einem Syker Bauernhof. Ralph Harjes erinnert sich: „Wir waren oft beim Aufräumen nach den Einsätzen gefragt.“

Damals gab es noch keine Richtlinien. Ziel sei gewesen, die Jungen ab dem zwölften Lebensjahr für die Feuerwehr zu begeistern. Und wann kam die Mädchenpower? Mit Daniela Nullmeyer und Cornelia Franz, die auch als erste Frauen 1992 in die aktive Wehr übernommen wurden.

Im Laufe der 50 Jahre hat die Jugendfeuerwehr an zahlreichen Kreis- und Landesjugendzeltlagern teilgenommen, war in Polen und Frank reich, bei vielen Wettkämpfen erfolgreich und bildet seit 50 Jahren das Nachwuchsfundament der Ortsfeuerwehr. Zur Jubiläumsfeier wird in der Sporthalle eine Bildgalerie als Dia-Show einige Ereignisse Revue passieren lassen. Da werden Erinnerungen geweckt.

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