Bilingualer Unterricht

BBS Syke verabschiedet ersten Jahrgang mit Europäischem Wirtschaftsabitur

Sie haben das europäische Wirtschaftsabitur in der Tasche: die fünf Absolventen mit ihren Begleitern; das Bild zeigt (v.l. vorn) Fachlehrerin Astrid Suling, Verena Trümpler, Saskia Buresch, Julia Mitlehner und Abteilungsleiterin Birgit Struthoff mit (v.l. hinten) BBS-Direktor Horst Burghardt, Simon Albers und Tim Dunekacke.
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Sie haben das europäische Wirtschaftsabitur in der Tasche: die fünf Absolventen mit ihren Begleitern; das Bild zeigt (v.l. vorn) Fachlehrerin Astrid Suling, Verena Trümpler, Saskia Buresch, Julia Mitlehner und Abteilungsleiterin Birgit Struthoff mit (v.l. hinten) BBS-Direktor Horst Burghardt, Simon Albers und Tim Dunekacke.

Europa? Für viele Bürger weit weg, aber für die Absolventen der Europaklasse an der BBS Europaschule eine ganz besondere Option. Denn sie haben während ihrer dreijährigen Schulzeit internationale Zusatzqualifikationen erworben – und ihre Schullaufbahn mit dem Europäischem Wirtschaftsabitur abgeschlossen. Gestartet waren 17 Schülerinnen und Schüler – erreicht haben den noch seltenen Abschluss fünf.

Syke – „Das heißt nicht, dass die anderen gescheitert sind“, erläutert Birgit Struthoff als Abteilungsleiterin der beruflichen Gymnasien an der BBS. „Viele haben für sich persönlich einen anderen Weg gefunden, sich zum Beispiel für eine Ausbildung entschieden.“ Die Abteilungsleiterin bezeichnet das Europäische Wirtschaftsabitur als „Exzellenzzertifikat“, das international Türen öffnet. Tim Dunekacke und Verena Trümpler haben es in der Tasche – und wollen zunächst Betriebswirtschaftslehre studieren. Beide sind überzeugt, von ihren Zusatzqualifikationen profitieren zu können.

Bilingualer Schulunterricht im Fach Volkswirtschaft

Zum Beispiel vom bilingualen Unterricht im Fach Volkswirtschaft. Oder ihrem erworbenen Fremdsprachen-Zertifikat in Spanisch, außerdem haben sie einen Business-Englischkurs absolviert, können sich also in Wirtschaftsfragen in dieser Sprache unterhalten – und sich auf internationalem Parkett sicher bewegen. „Man hat das Gefühl, besser vorbereitet zu sein“, ist Verena Trümpler dankbar für diesen Workshop. Die Pädagogin Astrid Suling, Klassenlehrerin und zuständige Lehrkraft für die Zusatzqualifikationen, schmunzelt. „Wir hatten gehofft, das in einem richtigen Restaurant üben zu können“, blickt Birgit Struthoff zurück auf die Rahmenbedingungen. „Aber wegen Corona war das leider nicht möglich.“

Wegen der Pandemie war auch ein geplanter Auslandsaufenthalt ausgefallen – der zweite in der dreijährigen Schulzeit. Der erste hatte die Gymnasiasten in die italienische Stadt Parabiago geführt – ein beeindruckender Austausch, der mit einem Gegenbesuch verbunden war. Freundschaften sind entstanden, freut sich Trümpler. Auch nach Straßburg, ins Herz von Europa, waren die Gymnasiasten gereist. Für Tim Dunekacke eine nachhaltige Erfahrung: „Man hat besser verstanden, wie es abläuft und welchen Einfluss Europa auf unser Leben hat.“

Europäisches Wirtschaftsabitur umfasst mehr Praxisanteile

Vertiefen konnten die Jugendlichen diese Erfahrung bei einem europäischen Planspiel. Sie meisterten außerdem das internationale Marketing-Projekt Deca – ebenfalls eine Zusatzqualifikation, die auch einen Zusatz an Arbeit bedeutet. Ist es den Schülern schwergefallen, für ihr besonderes Abitur mehr Einsatz zu bringen als andere Gymnasiasten an der BBS? „Wenn man das macht, dann läuft das“, blickt Verena Trümpler auf das Marketing-Projekt, „dann macht es Spaß!“ Besonders den großen Praxisbezug schätzen die Absolventen.

Tim Dunekacke empfindet es als Vorteil, Mathematik nicht ausschließlich in der Theorie lernen zu müssen: „Jetzt geht es auch mal um Kostenkurven oder Gewinn. Darunter kann man sich was vorstellen.“ Früher, als Schüler eines klassischen Gymnasiums, hat er das anders erlebt – und fühlt sich in seinem Wechsel zur BBS Europaschule nun doppelt bestätigt: „Das macht Spaß!“

Julia Mitlehner hat das europäische Wirtschaftsabitur ebenfalls in der Tasche. „Man hat einiges an Erfahrungen gesammelt“, zieht sie Bilanz. Betriebswirtschaftslehre möchte sie allerdings nicht studieren. Sie hat sich für ein pädagogisches Studium entschieden, will Grundschullehrerin werden. Zurzeit absolviert sie ein Praktikum an einer Grundschule: „Das macht mir viel Spaß.“

Geplant ist ein europaweites Netzwerk für alle Absolventen

Nutzen kann sie dabei auch die Fähigkeiten, die sie während der drei Jahre in der Europaklasse gesammelt hat. Birgit Struthoff verweist auf die große Bedeutung der Soft Skills: Teamfähigkeit, professionelle Kommunikation und analytisches Denken gehören dazu – genauso wie Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit, Flexibilität und Zeitmanagement.

Daran arbeiten zurzeit 45 Gymnasiasten, die das Europäische Wirtschaftsabitur erwerben wollen. Nach den Sommerferien kommen mehr als 20 weitere dazu, schätzen Birgit Struthoff und Astrid Suling. Die genaue Zahl steht noch nicht fest.

Die BBS Europaschule sei eine der wenigen Schulen bundesweit, die das Europäische Wirtschaftsabitur anbieten dürfen, hieß es. Dafür ist eine Qualifikation notwendig. Immer mehr europäische Länder würden am Konzept teilnehmen, stellt Astrid Suling klar. Und kündigt den Absolventen ein neues Netzwerk an: International, sprich europaweit, wolle dieses Netzwerk junge Menschen mit dem europäischen Wirtschaftsabitur unterstützen – sprich helfen, neue Türen zu öffnen.

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