BBS-Fußballturnier als Abschluss eines Integrations-Projekts

Multikulturelle Party in der Olympiahalle

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Die Organisatoren des multikulturellen Fußballturniers in der Olympiahalle.

Syke - Von Detlef Voges. In der Olympiahalle rockt laut Musik. Auf dem Feld spielen Mädchen und Jungen Fußball. Darunter auch Anhänger des Weltfußballers Messi. Deren Trikots tragen seinen Namen. Auf der vollen Tribüne feuern Fans die Teams an. In Sykes großer Sporthalle ist eine Sportparty angesagt.

Im Zentrum stand am Dienstag ein multikulturelles Fußballturnier unter dem Motto „Das ist der Kick“. Es stellte den Abschluss eines Projekts der Berufsbildenden Schulen dar, veranstaltet von Schülern der Fachschule Sozialpädagogik (angehende Erzieher), Sprachförderklassen (SFK) und Klassen des Berufsvorbereitungsjahrs (BVJ).

Die Organisation lag in den Händen der angehenden Erzieher Lena Hundt, Yanina Abeling, Nicole Haus, Marlene Werner, Yannic Kunst und Carlotta Rosendahl sowie den Schülern Alifa, Aldijana, Kachakh, Philip und Yusuf aus der Sprachförderklasse 3.

„In Sprachförderklassen sind geflüchtete Menschen verschiedener Herkunft zusammen, die motiviert sind, die deutsche Sprache zu erlernen“, sagt Yannic Kunst. Der künftige Erzieher sieht in dem Fußballturnier ein gutes Mittel zur Integration.

Das meint auch Studienrätin Imke Lehmkuhl. „Dieses Schul-Event bringt Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen“, sagt sie und verweist auf das Turnier.

Dort spielen Deutsche mit Flüchtlingen aus Somalia, Syrien, Iran, Mazedonien, Simbabwe, Eritrea, Irak, Afghanistan und Pakistan, etwa 70 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren.

Das Fußball-Turnier ist eins von sechs Projekten an der BBS, die sich mit Integration beschäftigen. Imke Lehmkuhl spricht von positiven Aktionen, weil Schüler konkret mit der Flüchtlingsproblematik befasst seien.

Ergebnisse sind offenkundig greifbar. „Es sind längst schon Freundschaften entstanden. Man trifft sich an Wochenenden“, sagt Yannic Kunst und äußert sich positiv überrascht über die Resonanz auf das Fußball-Angebot. Es seien viele Schüler gekommen.

„Ich sehe das mit Freude und stelle eine Bereicherung des Schullebens fest“, erklärt Imke Lehmkuhl.

Die Vorbereitung auf das Turnier war für alle eine Herausforderung, besonders in sprachlicher Hinsicht. „Wir haben genau auf die Kommunikation geachtet“, sagt Kunst. Von Woche zu Woche hätten sich die Deutschkenntnisse in den Sprachförderklassen gebessert. Die gemeinsame Arbeit an dem Projekt und das Überwinden der Sprachbarriere habe die Projektgruppe sehr zusammengeschweißt, so der angehende Erzieher, der von einem gestärkten Gruppen-Gefühl spricht. Kunst: „Die gemeinsame Zeit hat uns viel Freude bereitet.“

Das sehen auch die angehenden Erzieherinnen eines anderen Projekts so. Die hatten am vergangenen Freitag in der BBS-Mehrzweckhalle mit gut 50 Gästen eine „WM-Party“ gefeiert. Das Projekt läuft seit Oktober. „Das Fest war der Höhepunkt“, betonte das Organisationsteam am Dienstag in der Olympiahalle, wo der Sport den Rhythmus bestimmte, der Geist des Miteinanders aber deutlich spürbar war.

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