Stadt schreibt Mensa-Fassade neu aus

Baustelle bis nach den Sommerferien

Syke - Von Michael Walter. Die Grundschule am Lindhof wird noch eine ganze Weile Baustelle bleiben: Frühestens nach dem Ende der Sommerferien dürfte die Fassade des Mensa-Baus fertiggestellt sein. Das bestätigt die Stadtverwaltung auf Nachfrage der Kreiszeitung.

Wie bereits berichtet, hatte der beauftragte Fassadenbauer nach diversen Verzögerungen den Auftrag an die Stadt zurückgegeben. Die Verwaltung steht nun vor gleich mehreren Problemen. Die haben ihre gemeinsame Ursache in dem Umstand, dass der Fassadenbauer – salopp gesagt – seine Arbeit mittendrin abgebrochen hat.

Verwaltung prüft Schadenersatz

Damit die Stadt den Auftrag neu ausschreiben kann, musste ein Gutachten erstellt werden: Was ist fertig und kann bleiben? Was hat durch den Abbruch der Arbeiten gelitten und muss neu gemacht werden? Und was fehlt noch komplett? „Dabei wurden bei den bereits ausgeführten Arbeiten Fehler festgestellt“, sagt Hein Sievers, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste im Rathaus. „Die müssen erst beseitigt werden, bevor es an die eigentliche Fortsetzung gehen kann.“

Die Mängelliste ist nicht gerade kurz. Bernd Siemers vom Bauamt zählt auf: „Die Dämmung ist nicht fachgerecht befestigt. Die untere Tragkonstruktion wurde nicht fachgerecht ausgeführt. Winkelbleche sind teilweise zu kurz und wurden nachträglich verlängert. Es fehlen bewegliche Befestigungspunkte, die nötig wären, damit die obere Konstruktion genügend Spiel hat.“ So, wie es ist, hätte das unweigerlich zur Rissbildung in der Außenhaut geführt. „Die Architekten stellen gerade fest, in welchem Umfang diese Mängel vorliegen“, so Siemers.

Arbeiten beginnen voraussichtlich Ende April 

Damit es etwas schneller geht, hat das Bauamt umdisponiert und den Fassadenbau in zwei Abschnitte aufgeteilt. Siemers: „Wir sind gerade dabei, die Dämmung im Sockelbereich separat auszuschreiben. Sobald der Sockel fertig ist, würden wir das Baugerüst abmontieren und dann erstmal die Außenanlagen fertigstellen.“ Dazu zählen die Feuerwehrzufahrt und der Fahrradkeller, die neu gepflastert werden müssen. Außerdem muss eine Rampe für den barrierefreien Zugang und die Anlieferung gebaut werden.

Ende April könnten diese Arbeiten beginnen. In den sechs bis acht Wochen, die das Bauamt dafür veranschlagt, sollte die Ausschreibung der übrigen Arbeiten abgeschlossen sein. Die würden dann beginnen, sobald die Außenanlagen fertig sind und würden nochmal sechs bis acht Wochen dauern. „Im Idealfall wären wir dann zum Ende der Sommerferien fertig“, überschlägt Bernd Siemers.

Zum finanziellen Aspekt sagt Hein Sievers: „Wir prüfen gerade, ob der Unternehmer noch einen Anspruch auf Bezahlung durch uns hat oder wir einen an ihn auf Schadenersatz.“ Allein schon durch die längere Standzeit des Gerüsts und des Bauzauns seien der Stadt Mehrkosten entstanden.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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