Baugebiet Westlich der Kieler Straße: Investor soll Boden auf Altlasten untersuchen lassen

Erst buddeln – dann bauen

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Zwischen der Kieler Straße (im Hintergrund) und der Sudweyher Straße liegt dieses Wiesenstück, aus dem die Eigentümer gerne Bauland machen möchten. Das Problem: Niemand weiß bisher genau, ob der Boden durch eine ehemalige Müllkippe belastet ist.

Syke - Von Michael Walter. Frage an Radio Eriwan: Ist die Syker Politik für das Baugebiet Westlich der Kieler Straße in Barrien-Bülten? Antwort: „Im Prinzip ja, aber…“ – Nach diesem altbewährten Muster entschied am Donnerstag der Syker Bauausschuss nach intensiver Diskussion.

Die Empfehlung an den Rat der Stadt lautet nun, einen Bebauungsplan unter Vorbehalt aufzustellen. Grund: Bis heute weiß niemand so genau, ob der Boden dort belastet ist. Denn vor vielen Jahren befand sich in unmittelbarer Nähe einmal eine Müllkippe. Denkbar also, dass unter dem Rasen eine unliebsame Überraschung in Form von Umweltgiften lauert.

Schon Mitte der 90er hatte ein Experte die regelmäßige Beobachtung des Grundwassers in diesem Gebiet empfohlen. Das ist jedoch nach Aussage der Stadtverwaltung nie geschehen. Daher liegen im Rathaus auch keinerlei Anhaltspunkte dazu vor.

Konsens herrschte quer durch alle Fraktionen darüber: Grundsätzlich sei die Bebauung dieses Bereichs eine feine Sache, da sie den Altbestand an der Kieler Straße sinnvoll abrunde. Aber: „Nicht auszudenken, wenn jetzt gebaut wird, und hinterher stellt man da was fest“, gab Peter Cohrsen (SPD) das generelle Meinungsbild wieder.

Klar war also: Bevor dort auch nur eine Hundehütte gebaut wird, muss der Boden untersucht werden. Strittig war dabei jedoch, auf welchem Weg man dieses Ziel am besten erreicht. Ist es sinnvoller, zuerst ein Bodengutachten einzufordern und danach über den Bebauungsplan zu entscheiden oder umgekehrt?

„Bevor wir nicht den Aufstellungsbeschluss fassen, passiert da gar nichts“, war sich Edith Heckmann (CDU) sicher. „Also müssen wir erst den Startschuss geben und dem Investor damit grünes Licht signalisieren.“

„Wenn schon Aufstellungsbeschluss, dann aber nur mit Zusatz“, so Christian Flor (BSF). „Vor Beginn der eigentlichen Planung muss der Investor ein Gutachten vorlegen, und die Kosten gehen zu seinen Lasten.“ Eine Vorgehensweise, auf die sich die anderen Fraktionen einließen.

Fachbereichsleiter Timo Fleckenstein sagte zu: Die Stadt werde einen entsprechenden Vertrag mit dem Investor schließen und darin Vorgaben machen, was genau alles untersucht werden soll. Die Stadt behält sich das Recht vor, das Institut auszusuchen, das diese Untersuchungen durchführen soll, und der Investor zahlt.

Der Ausschuss folgte einstimmig diesem Vorschlag. Die Entscheidung darüber trifft am 28. Januar der Rat.

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