Knapp eine Million Fördermittel aus neuem Städtebauprogramm

Baue auf der Bahnhofstraße!

So sieht „das Tor zur Innenstadt“ vom Bahnhof aus gesehen aus. Attraktiv und einladend geht anders.
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So sieht „das Tor zur Innenstadt“ vom Bahnhof aus gesehen aus. Attraktiv und einladend geht anders.

Syke – Knapp eine Million Euro kann die Stadt Syke als Fördermittel für die Neuentwicklung von Bahnhofstraße und Gartenstraße einplanen. Einziger Pferdefuß: Das Geld gibt es nicht auf einen Schlag, sondern verteilt auf 15 Jahre.

Syke ist neu in das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ der Städtebauförderung aufgenommen worden. Dafür gibt es rund 940 000 Euro Fördermittel. Zwei Drittel der Gesamtsumme von etwa 1,4 Millionen Euro, die die Stadt in ihrem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek) kalkuliert hatte. Das ist der höchstmögliche Fördersatz. Davon gibt es 167 000 Euro gleich, der Rest wird in Fünf-Jahres-Scheiben ausgezahlt. Den entsprechenden Förderbescheid überbrachte am Montagvormittag die Landesbeauftragte Dinah Stollwerck-Bauer.

Ihre Mitarbeiterin Maren Franzke erklärt: Jeweils bis zum 1. Juni eines Jahres muss die Stadt beantragen, welche weiteren Mittel sie in dem jeweiligen Jahr ausgeben will. „Da Syke jetzt aber schon im Förderprogramm ist, wäre das ein relativ formloser Akt.“

Die freigegebenen Fördergelder fließen zunächst mal an die Stadt. Und die kann dann selbst entscheiden, wie sie weiter damit verfährt. Sie kann sie für Planungskosten ausgeben oder für öffentliche Baumaßnahmen innerhalb des im Konzepts definierten Quartiers – immer anteilig zusammen mit eigenen Geldern. Sie kann aber auch eigene Förderrichtlinien aufstellen und die Fördergelder ihrerseits als Zuschüsse für private Maßnahmen anteilig weiterreichen. „Ich bin ganz gespannt, was in Syke so passiert“, sagt Dinah Stollwerck-Bauer. „Es wird bestimmt ‘ne Zeit lang dauern, bis man was sieht. Aber ich bin sicher, hier wird was schönes entstehen.“

Ansatzpunkte gäbe es genug. Da wären zum Beispiel etliche modernisierungsbedürftige Fassaden entlang der Bahnhofstraße. Da wären der uneinheitliche Straßenbelag, schiefe Bordsteine und holprige Bürgersteige. Und da wäre die Raiffeisen-Ruine an der Gartenstraße. All das ist Bestandteil des Isek. Aber nur auf den kleinsten Teil hat die Stadt unmittelbar Zugriff. Der große Rest ist Privateigentum. Dinah Stollwerck-Bauer hat jedoch die Erfahrung gemacht, dass die Aufnahme in solche Städtebauförderprogramme oft auch für Privatbesitzer eine Signalwirkung hat: „Jetzt ist der Zeitpunkt, etwas zu tun und selbst zu investieren.“

Die ersten Fördergelder werden in die Planung für die Bahnhofstraße fließen. „Damit gehen wir jetzt in die politische Beratung“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue. „Die Mittel dafür müssen im Haushalt verankert werden.“

Unterdessen arbeitet Fachbereichsleiter Hein Sievers sozusagen auf einer ganz anderen quasi vorgelagerten Baustelle: Schon vor längerer Zeit hatte die Stadt die Stellen für zwei zusätzliche Stadtplaner ausgeschrieben, um die ständig wachsende Menge an Arbeit im Bauamt überhaupt leisten zu können. „Wir waren sehr glücklich, dass wir zumindest eine davon auch besetzen konnten“, so Sievers. „Diese zusätzliche Kraft ist uns jetzt aber wieder abhandengekommen.“ Sprich: abgewandert. Hein Sievers: „Auch in Bremen suchen sie Stadtplaner.“

Von Michael Walter

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