Bauausschuss für Weiterentwicklung mit Augenmaß / Brüning: Erinnerung an militärische Vergangenheit bewahren

Hoher Berg darf keine Kirmes werden

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Kernstück der Überlegungen für die Weiterentwicklung am Hohen Berg ist eine Aufwertung des mittleren Bereichs. Grafik: Stadt Syke

Syke - Von Michael Walter. Der Hohe Berg soll als Ausflugsziel attraktiver werden: Der Bauausschuss gab der Stadtverwaltung am Donnerstagabend grünes Licht für eine weitere Entwicklung. Die Planung müsse aber mit Augenmaß erfolgen.

Fachbereichsleiter Timo Fleckenstein hatte dem Gremium seine Denkansätze für eine behutsame Weiterentwicklung vorgestellt und dabei bereits erste Anregungen aus der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Gessel-Leerßen und Ristedt (wir berichteten) einfließen lassen.

Kern seiner Überlegungen ist dabei, die faktische Trennung zwischen eingezäunten und frei zugänglichen Bereichen aufzuheben. Ein Rückbau der Zaunanlage soll demnach weitere Flächen zugänglich machen. Ferner schlägt er den Abriss einer alten Halle und einer Garage vor und will stillgelegte Erdtanks neben dem ehemaligen Bereitschaftsgebäude entfernen. Ein Durchbruch des nördlichen Walls soll eine Sichtachse von der Straße Zum Hohen Berg bis auf den Spielplatz schaffen.

Fleckenstein betonte, dies sei kein fertiges Konzept, sondern lediglich ein Ansatz. „Wir sind ja noch in der Findungsphase.“

Quer durch das Parteien-Spektrum erntete Fleckenstein grundsätzliche Zustimmung zu seinen Ideen. Alle Seiten mahnten aber gleichermaßen auch zur Zurückhaltung und Umsicht.

Reinhard Hansemann (FDP) empfahl, den Ball ein bisschen flach zu halten. „Das darf keine Kirmes werden.“ Wilken Hartje (CDU) ergänzte: „Die städtischen Mittel sind knapp. Ideen müssen gleichwohl her. Wenn wir Fördermittel beantragen wollen, brauchen wir ein Konzept.“ Hartje schlug vor, die Stadt solle versuchen, neben Fördergeldern zusätzliche Drittmittel einzuwerben.

Peter Cohrsen (SPD) erinnerte an die Folgekosten, die eine – wie auch immer geartete – Weiterentwicklung nach sich zöge. „Alles, was wir da neu machen, muss verwaltet werden, unterhalten werden und erfordert eventuell sogar zusätzliches Personal.“ In der Konsequenz müsse die Weiterentwicklung betont langsam erfolgen, was auch nicht weiter schlimm sei. „Wir haben ja Zeit.“

Allgemeinen Anklang fand außerdem ein Vorschlag von Renate Brüning (CDU): „Der historische Aspekt darf nicht verloren gehen.“ Die Feuerleitstellung am Hohen Berg sei jahrzehntelang Bestandteil des Nato-Luftverteidigungsgürtels gewesen. Vielleicht könne man ja in einem der Altgebäude eine ganz kleine historische Ausstellung dazu einrichten.

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