Planunen sind Thema im Ausschuss

Barrier müssen bei Ortskerngestaltung den Hut aufhaben

Barrien - Von Michael Walter. Wohin geht es mit dem Barrier Ortskern? Zu dieser Frage zeigte Kerstin Oesterling am Mittwochabend im Bauausschuss mehrere mögliche Antworten auf. Die Stadtplanerin vom Büro MOR aus Rotenburg gab einen Überblick über den momentanen Planungsstand und einen Ausblick auf den weiteren Verlauf.

Nach einem ersten Workshop im Juni mit Beteiligung der Einwohner hatte Oesterling im Auftrag des Syker Rats die Ergebnisse aufgearbeitet, um erste Vorschläge zu unterbreiten. „Das ist kein fertiges Projekt“, betonte der Syker Stadtplaner Wolfram Schneider vor der Präsentation. „Es ist ein Wasserstand.“

Drei mögliche Dreh- und Angelpunkte

Ein erstes Resultat des Workshops war für Kerstin Oesterling, das Ensemble der Wassermühle mit ins Plangebiet aufzunehmen. Ein zweites: „Das Thema Verkehr ist ein weit größeres Problem als erwartet. Es gibt bereits viele verschiedene Ideen. Eine befriedigende Lösung ist nicht dabei.“ Ihre Empfehlung lautet, dazu noch einmal gesondert einen Fachplaner zu beauftragen, wenn klar ist, was im alten Barrier Ortskern nun eigentlich passieren soll.

Drei mögliche Angelpunkte sieht die Planerin für die weitere Entwicklung: Eine „grüne Mitte“, ausgehend vom Grundstück der ehemaligen Bäckerei Hasselmann, einen „Quartiersplatz“ bei der Awo oder eine Fokussierung auf den Kirchplatz. Alle drei haben ihre Vor- und Nachteile. Und für alle drei gibt es derzeit noch nicht viel mehr als die vage Idee.

Für die „grüne Mitte“ könnte das Hasselmann-Grundstück zur Rathausstraße hin geöffnet werden, um den alten Obstgarten zugänglich zu machen. Die andere Seite der Rathausstraße könnte neu bebaut und die Straße dabei etwas verbreitert werden, um eine Sichtachse zur Kirche zu schaffen. „Die nimmt man außerhalb der unmittelbaren Umgebung praktisch nicht wahr.“

„Quartiersplatz“ nimmt AWO in die Mitte

Die Variante „Quartiersplatz“ geht von der Überlegung aus: „Eigentlich spielt die Musik ja rings um die Awo.“ Dort einen städtischen Platz zu schaffen, biete die Möglichkeit, den Kirchplatz anders zu nutzen. Zum Beispiel für den Neubau eines Gemeindehauses bei Erhalt des Alten Pfarrhauses.

Die Variante „Kirchplatz“ wäre laut Oesterling dem, was jetzt ist, am ähnlichsten. Sie beinhaltet den Abriss des Alten Pfarrhauses und einen Neubau an gleicher Stelle. Auch in dieser Variante spielt eine Entwicklung am Hasselmann-Grundstück eine wichtige Rolle. Und: „Man würde dabei über eine Tiefgarage nachdenken müssen, weil man anders die benötigten Stellplätze nicht vorhalten könnte.“

Bei allen drei Varianten müsse unbedingt der Mühlenteich und die Hache in die Planungen einbezogen werden, empfiehlt Oesterling. Ein weiterer Punkt, über den man nachdenken müsse, sei die Erreichbarkeit, beziehungsweise die trennende Wirkung der B 6. Oesterling warf ohne weiteren Kommentar die Schlagworte Überführung und Unterführung in den Raum.

Entwicklungskonzept soll im November stehen

Bis November will die Planerin ein Entwicklungskonzept erstellen. Das wäre dann Grundlage für die weitere Diskussion in der Politik und mit den Einwohnern.

Einig war sich der Ausschuss: Die Entscheidung, in welche Richtung es tatsächlich gehen soll, müssten die Barrier vorgeben. Und sie müssten auch bei der Ausführung den Hut aufhaben.

Kritisch merkten die Mitglieder die Einbeziehung des Hasselmann-Grundstücks an. Das sei zwar grundsätzlich richtig, jedoch habe die Stadt keinerlei Zugriff darauf. Darauf Kerstin Oesterling: Man plane so etwas ja nicht für zwei oder drei Jahre, sondern eher für 15 oder mehr. Flächen, die jetzt nicht zur Verfügung stehen, stünden dann vielleicht in zehn Jahren zur Verfügung. Und Stadtplaner Wolfram Schneider ergänzte: „Es muss auch immer einen geben, der die Initialzündung zu einer Entwicklung startet. Und die Stadt hat eigene Flächen dort.“

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