Bauausschuss berät heute über aussichtsreiches Förderprojekt

Dem Gängeviertel bis Juni Beine machen

Syke - Von Michael Walter. Das Gängeviertel soll die nächste politische Hürde nehmen: Nachdem der Rat vor Monaten beschlossen hat, einen Bebauungsplan für das Areal zwischen Hauptstraße und Georg-Hoffmann-Straße aufzustellen, geht es nun darum, die Weichen zu stellen, damit die Stadt Fördergelder akquirieren kann. Am Donnerstag berät darüber erstmals der Bauauschuss (17 Uhr, Ratssaal).

Im Grunde geht es um die Neuausrichtung eines alten Stadtviertels zu einem kleinteiligen Quartier mit einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Kultur. Für diese Umgestaltung würde die Stadt den Grund- und Gebäudeeigentümern einen Anreiz in Form eines fertigen Konzepts und einer Co-Finanzierung geben.

Ein attraktives Förderprogramm hat das Syker Bauamt schon ausfindig gemacht: Das Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“ der Bundesregierung. Ziel ist die Herstellung „nachhaltiger städtebaulicher Strukturen auf der Grundlage von städtebaulichen Entwicklungskonzepten“, heißt es in der Erläuterung des zuständigen Bundesministeriums.

Seit es 2004 aufgelegt worden ist, unterstützt dieses Programm inzwischen 443 Kommunen. Insgesamt sind seitdem knapp 800 Millionen Euro geflossen. Und damit die Stadt 2017 in dieses Förderprogramm aufgenommen werden kann, müsste sie bis zum 1.Juni nächsten Jahres einen entsprechenden Antrag einreichen.

Die Chancen stehen gut: Die Neugestaltung von Innenstädten und Ortskernen ist ausdrücklicher Bestandteil von „Stadtumbau West“. Für ein als förderfähig anerkanntes Projekt zahlt der Bund ein Drittel als Zuschuss, ein zweites Drittel legt das Land dazu, das dritte Drittel müssen die Kommunen selber stemmen.

Ausgehend von dieser Grundlage könnte das für das Gängeviertel so aussehen: Von 2017 bis 2024 würde die Stadt insgesamt jährlich knapp 600000 Euro für das Gängeviertel in ihrem Haushalt bereit stellen. Zwei Drittel davon bekäme sie als Fördergelder von Bund und Land zurück, jedoch in ungleichmäßigen Anteilen und über einen längeren Zeitraum.

Das heißt: 2017 und 2018 müsste die Stadt fast die komplette Investitionssumme allein vorschießen. Dafür würde sie aber noch vier Jahre lang über das Ende des Investitionsprogramms hinaus – also bis 2028 – erhebliche Summen an Fördergeldern erhalten.

Laut der Modellrechnung der Stadtverwaltung würden auf diese Weise insgesamt etwa 4,6 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Davon wären rund vier Millionen förderfähig. Und daraus folgt: Knapp 2,7 Millionen würde der Zuschuss von Bund und Land ausmachen. 1,9 Millionen Euro betrüge der Anteil der Stadt.

Rubriklistenbild: © dpa

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