Der Trendsport kommt

Barrier TC errichtet auf der eigenen Tennisanlage zwei Padel-Plätze

Die Visionäre: Vereinsvorsitzender Wolfgang Held (l.) und Pressesprecher Erik Trümpler.
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Die Visionäre: Vereinsvorsitzender Wolfgang Held (l.) und Pressesprecher Erik Trümpler.

Syke – Der Barrier Tennis-Club will sich für die Zukunft breiter aufstellen. Wo im Verein bislang ausschließlich Tennis gespielt wurde, wird das Sportangebot in Zukunft um ein weiteres Rückschlagspiel erweitert: Padel-Tennis. Dafür hat der BTC kürzlich die Weichen gestellt – und große Pläne präsentiert.

Schon seit zehn Jahren sei immer wieder der Gedanke aufgekeimt, die Sportart Padel-Tennis im Verein zu verankern, erklärt BTC-Pressewart Erik Trümpler. Er selber ist seit Jahren begeisterter Padel-Spieler. Mit Beginn der Corona-Pandemie, so ergänzt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Held, hätten diese Gedankenspiele konkretere Formen angenommen. Denn eines betonen beide mit Nachdruck: „Padel liegt im Trend!“

Padel-Tennis ≠ Tennis

Die Unterschiede zwischen herkömmlichem Tennis und Padel-Tennis sind merklich. Padel wird ausschließlich im Doppel gespielt. Die Schläger sind kürzer und ohne Netzbespannung, die Bälle weicher. Gespielt wird auf Kunstrasen. Ein Padel-Spielfeld ist zudem etwas kleiner als ein gewöhnlicher Tennisplatz und wird von durchsichtigen Rück- und Seitenwänden begrenzt, die ins Spiel einbezogen werden dürfen.

Und die kosten Geld. Deshalb haben drei Dutzend Vereinsmitglieder in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 30. November mit großer Mehrheit entschieden: Ja, beim BTC sollen Padel-Plätze entstehen.

Mitgliederentwicklung im Blick

Damit ist der Weg frei, um nach dem TC Sulingen und dem TC 71 Weyhe die dritte Padel-Anlage im Landkreis Diepholz zu finanzieren und zu errichten. Auch in Twistringen entsteht im kommenden Jahr ein Padel-Platz. Die Vereine folgen einem Trend, denn Padel-Tennis wird immer beliebter. „Mittlerweile gibt es in Deutschland über 120 Plätze“, sagt Erik Trümpler. Rund 10 000 Spieler seien hierzulande aktiv. Tendenz: steigend.

Das ist auch einer der Hauptgründe, weshalb man beim Barrier TC zukünftig auf Padel-Tennis setzt. „Es ist eine Frage der Mitgliederentwicklung“, erklärt Erik Trümpler. Der derzeit 340 Mitglieder starke BTC möchte weitere Vereinsangehörige hinzugewinnen und bestehende an den Club binden. Zudem wolle der Verein, ergänzt Held, sich mehr in Richtung Attraktivität für Familien bewegen. Mit Padel-Tennis ließe sich das Sportangebot erweitern. „Das bringt uns voran und eröffnet uns neue Möglichkeiten“, sagt er.

Positive Beispiele in der Region

Aber warum Padel-Tennis? Was zeichnet den Sport gegenüber herkömmlichem Tennis oder anderen Sportarten aus? Trümpler: „Padel hat einen unglaublichen Geselligkeitsfaktor. Es ist leicht zu lernen, man muss nicht viel investieren – und es spricht Jung und Alt gleichermaßen an.“ Ob eine Investition in eine Trendsportart nicht ein Risiko birgt? „Die Entwicklung in anderen Ländern gibt uns eine gewisse Sicherheit“, sagt Held gelassen. Zudem biete sich dem BTC die Möglichkeit, Trendsetter zu sein.

Beim TC 71 Weyhe in Melchiorshausen sei die Mitgliederanzahl nach dem Bau zweier Padel-Plätze sprunghaft von etwa 40 auf über 100 gestiegen. Als großer Tennis-Club sei der Barrier TC überzeugt, viele Leute vom Tennis zu Padel und neue Padel-Spieler auch zum Tennis zu bringen, so Wolfgang Held. Eine eigene Padel-Sparte wolle der Verein hingegen nicht gründen, um die Mitgliederschaft nicht zu spalten.

Gesamtvolumen 170.000 Euro

Wie sehen die Pläne des Vereins konkret aus? Der nördlichste der insgesamt zehn Tennisplätze soll zwei Padel-Plätzen mit Flutlicht weichen. Im Zuge dieser Maßnahme, die im Frühjahr starten soll, sollen noch weitere Umbauten auf dem Vereinsgelände starten, etwa ein Beach-Areal mit Liegestühlen zum Entspannen, neu gepflasterte Wege und Spielplätze. Fertig sein sollen die Padel-Plätze zu Beginn der Sommer-Saison im Mai, damit sie auf der Feier zum 50-jährigen Bestehen des BTC im August eingeweiht werden können.

Die Vision: Der nördlichste der insgesamt zehn Tennisplätze auf dem Vereinsgelände des Barrier TC soll zwei Padel-Plätzen weichen. Grafik: Wolfgang Held

Einzig hinter der Finanzierung stehen noch ein paar Fragezeichen. Die gesamten Maßnahmen werden mit 170 000 Euro Gesamtvolumen veranschlagt. Dafür hat der Verein Fördergelder beantragt: Beim Stadtsportring, beim Kreissportbund und beim Landessportbund. Erst nach der Bewilligung der Gelder könne gebaut werden, sagt Wolfgang Held. „Wie viel wir bekommen, wissen wir allerdings nicht.“ Der Rest wird mit einem Kredit finanziert.

Erik Trümpler und Wolfgang Held jedenfalls sind von dem Vorhaben des Vereins überzeugt – und stehen nicht alleine da: „Es gibt eine positive Grundhaltung im Verein und viel Zuspruch der Mitglieder“, sagen sie, „das beflügelt uns sehr.“

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