Barrier Grundschule ermittelt beste Vorleser

Mit dem Anti-Schrumpf-Strumpfgürtel zum Sieg

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Lauter Sieger: Alle Kinder auf diesem Foto haben die Vorlesewettbewerbe in ihren Klassen gewonnen. Gestern traten sie gegeneinander an, um die Schulsieger zu ermitteln.

Barrien - Von Michael Walter. Jogginganzug ist aber auch ein wirklich blödes Wort, wenn es da so unvermittelt vor einem steht. Sayonara auch. Und wie man den Namen des fiktiven Planeten Horrorien korrekt ausspricht, steht auch nirgendwo geschrieben. Insofern war es ein fairer Zug, dass die Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs der Barrier Grundschule da die eine oder andere kleine Hilfestellung von der Jury erhielten, wenn sie an solchen Stellen kurz mal ins Schlingern kamen.

Es waren die Klassensieger der Jahrgänge drei und vier, die da Freitag im Musikraum der Grundschule an der Wassermühle gegeneinander antraten. In zwei Runden ermittelten sie die Schulsieger, getrennt nach Jahrgängen. In der ersten Runde mussten sie einen frei gewählten und geübten Text vorlesen sowie kurz das Buch vorstellen, aus dem er stammt. In der zweiten wurden die Kinder mit einem ungeübten Text konfrontiert. Eine Viertelstunde vorher hatten die Kinder ihre jeweilige Textpassage bekommen, damit sie sie einmal vorab komplett durchlesen konnten. „Das machen Erwachsene ja auch, wenn sie einen Text vorlesen sollen“, sagt Lehrerin Imke Heuer. Sie bildete Freitag gemeinsam mit Buchhändlerin Ina Schüttert und Bibliothekarin Simone Stubbmann die Jury.

Die Drittklässler lesen aus „Pippa Pepperkorn“ von Charlotte Habersack, die Viertklässler aus „Billy Bibber“ von Guy Bass. Ein Buch, das mit Wortschöpfungen wie „Anti-Schrumpf-Strumpfgürtel“ Verhaspler geradezu heraufbeschwört.

Die Kinder nehmen es sportlich und geben ihr Bestes, um die Herausforderung zu meistern. Ungefähr drei Minuten braucht ein Textabschnitt. Das ist nicht viel, kann aber durchaus lang werden, wenn’s grad nicht so läuft.

Fleißige Notizenschreiberinnen

Während der Vorträge machen sich die drei Schiedsrichterinnen fleißig Notizen und vergeben auf ihren Wertungszetteln Punkte nach einem vorgegebenen Schema: Hat der Kandidat durchgehend flüssig gelesen, sehr selten oder häufiger gestockt? War die Betonung richtig und abwechslungsreich oder eher nicht? Und hat das Kind beim Vorlesen den Eindruck vermittelt, dass es den gesamten Zusammenhang der Geschichte überblickt?

Der Unterschied zwischen drittem und viertem Jahrgang ist dabei sehr deutlich. „Das eine Jahr mehr merkt man einfach“, sagt Imke Heuer. Was ja auch der Grund sei, weshalb beide Jahrgänge separat bewertet würden.

Die Sieger kristallisieren sich ebenso schnell wie eindeutig heraus: Bei den Drittklässlern ist es Moritz Honkomp aus der 3 c. Bei den Viertklässlern Fenno Richert aus der 4 a.

Über die weiteren Platzierungen entscheiden Kleinigkeiten. Bastian Greis (3 b) liegt am Ende einen Hauch vor Vivian Schnarrenberger (3 c). Im älteren Jahrgang kommen Luisa Jaursch (4 b) und Lynn Fischer (4 d) punktgleich auf den zweiten Platz.

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