Vier Frauen – ein Programm

Rüttelschuh-Quartett präsentiert Musik, Kabarett und mehr in der Wassermühle

Hier tütet der Vorstand noch selbst ein: (v.l.) Christiane Decke, Elke Hoffmeister-Röpke, Christiane Palm-Hoffmeister und Monika Schröder bilden den Vorstand der Barrier Kulturinitiative Rüttelschuh – seit mittlerweile 28 Jahren. - Foto: Heinfried Husmann

Barrien - Von Frank Jaursch. Mehr als ein Vierteljahrhundert ohne einen einzigen Streit? Gibt's doch nicht! „Doch“, sagt Christiane Palm-Hoffmeister. Und verweist nicht ohne berechtigten Stolz auf ihr Vorstands-Team von der Kulturinitiative Rüttelschuh. 28 Jahre ist das Quartett nun schon in Amt und Würden, und das, „ohne uns zu streiten“, versichert Palm-Hoffmeister. „Und es macht immer noch Spaß!“

Seit 1989 stellt Rüttelschuh ein Kulturprogramm für die Barrier Wassermühle auf die Beine. Zweimal im Jahr bringt die Gruppe das Heft mit den Acts heraus. Die neueste Ausgabe liegt ab sofort an vielen öffentlichen Orten aus. Eine Ausstellung, dreimal Kabarett und siebenmal Musik stehen bis Jahresende auf dem Spielplan, der sich diesmal noch ein bisschen praller gefüllt präsentiert als sonst.

„Eigentlich machen wir immer nur acht Auftritte“, sagt Palm-Hoffmeister. Diesmal gibt's zwischen August und Dezember in jedem Monat zwei Veranstaltungen. Und als Zugabe noch die Ausstellung mit Skulpturen und Malereien von Reynaldo Ari-K'akachi vom 19. Oktober.

Von der Fülle abgesehen, ist eine „bewährte Mischung aus Altbekanntem und Neuem“, die der Wassermühle ihre Aufwartung macht. Dabei kann das Rüttelschuh-Team aus dem Vollen schöpfen: „Wir bekommen jeden Tag vier Bewerbungen aus dem Internet“, erzählt die Wassermüllerin. Und muss dabei schon mal Aufklärungsarbeit über die Größenverhältnisse in der Wassermühle leisten: Etwa, wenn die Deutschpop-Größe vergangener Jahrzehnte anklopft und nach einer Konzert-Location für sich und ihre Band fragt.

„Wir haben 50 Plätze, und die müssen voll werden.“, sagt Palm-Hoffmeister. „Bislang haben wir es immer geschafft, unseren Haushalt sauber zu halten – also ohne rote Zahlen.“ Damit das so bleibt, ist viel Arbeit notwendig. So versucht das Team, terminliche Kollisionen mit ähnlichen Veranstaltungen in der Region zu vermeiden. Und bei Rüttelschuh tütet der Vorstand noch selbst die Programme ein und verschickt sie an die 65 Vereinsmitglieder, damit die wissen, was bis Jahresende auf sie wartet.

Längst haben die vier Frauen ein Gefühl dafür entwickelt, was läuft und was nicht. Palm-Hoffmeister: „Wenn wir vier auf einen Nenner kommen, ist das auch für unser Publikum richtig.“

Zum Beispiel Jan Jahn, der mittlerweile zum vierten Mal in Barrien auftritt. „Kein schöner Land“ heißt sein Musikkabarett am 9. September. Den Auftakt machen am 12.  August drei Wassermühle-Neulinge: Die „Blossom Brothers“ spielen ihre Bluegrass-Stücke eigentlich als Straßenmusiker. „Ein schöner Sommer-Opener“, findet Palm-Hoffmeister.

Kulturfreunde können sich wieder auf Fado und Klezmer, Swing und Folk freuen, auf bissige Satire mit Martin Herrmann und einen wie immer legendären alternativen Nikolausabend.

Die Programmhefte gibt es unter anderem in den Vorverkaufsstellen (Kreissparkasse Barrien und Kunst&Kreativ) sowie in der Wassermühle.

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