Mitmachaktionen und Vorträge bei Gesundheitsmesse

„In Balance“: Probieren geht über studieren

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Gemeinsam stimmen sich die Gäste auf die Angebote ein.

Syke - Von Angelika Kratz. Etwas aus dem Gleichgewicht konnte der Besucher der Gesundheitsmesse „In Balance“ am Samstag hinsichtlich der vielen und oft noch nie gehörten Angebote kommen. 

Da gab es Craniosacrale Balancierung, das Body-Talk- System, yogische und numerologische Beratung, Biodanza, eine schamanische Schwitzhüttenleiterin, eine Engellehrerin und wilde Kost zum Probieren. Nicht dazu gezählt die gut 20 Vorträge und Mitmachaktionen im Gemeindehaus, der Bibliothek und an der Waldstraße 1. Gut wäre es gewesen, sich vorab das Programm zu organisieren, um die nötigen Prioritäten hinsichtlich der eigenen Aufnahmekraft zu setzen.

Fast unter sich blieben die fachkundigen Damen zunächst an ihren Ausstellungstischen. „Warten Sie mal ab, wenn gleich der nächste Vortrag zu Ende ist“, gab es die richtige Einschätzung. Als die Dorn-Methode mit Selbsthilfeübungen, das Leben in guter Atmosphäre und die stille Übung „Shunia“ beendet waren, strömten die Besucher in den Ratssaal.

Unter Anleitung haben Besucher Gelegenheit beispielsweise die Dorn-Methode zu testen.

Zunächst etwas skeptisch, aber durchaus neugierig und zunehmend aufgeschlossen ließen sich die überwiegend weiblichen Gäste an den gut 40 Tischen ausgiebig beraten. Warum sich der geliebte Vierbeiner in seinem neuen Zuhause so gar nicht wohlfühlt oder der Mensch nachts schlecht schläft, dafür nannte Fachfrau Susanna Riekers viele Gründe. Ihre Lösung sei, eine energetische Entlastung um eine Harmonisierung der Räume herbeizuführen. „Auch heute tragen Menschen oft noch eine riesige Sensibilisierung in sich, die leider hinsichtlich der vielen Informationen nicht mehr gespürt wird.“ 

Die Fähigkeit, sich auf ganz neue Themen rund um die Gesundheit, fernab der Schulmedizin, einzulassen, brachten alle Gäste der Gesundheitsmesse mit. Sogar zwei Männer ließen sich auf einige Schwingübungen ein, aber bei den Herren stand wohl eher der Gang in die kulinarische Ecke im Vordergrund. Dort gab es selbst gekochte Suppen und selbst gebackenen Kuchen vom Gut Hasport. Bei Heike König konnten die Gäste ebenfalls zufassen. Allerdings in ganz gesunder Richtung mit aus Wildkräutern gebackenen Plätzchen und Broten.

Erstaunliche Bandbreite

Vitalität und Gesundheit hatten sich alle von der eigenen Sache überzeugten Ausstellerinnen auf die Fahnen geschrieben, und erstaunlich war die Bandbreite, dessen was „Mensch“ so alles Gute für sich tun könnte. „Selbstvertrauen“, „Aus der Reihe tanzen“ oder passend für alle in der Türkei inhaftierten Journalisten „freies Denken“ versprachen Öle. „Sie dürfen gerne riechen“, hieß es, und so wurden viele der kleinen Fläschchen aufgedreht bis jeder seinen persönlichen Duft gefunden hatte. 

Probieren geht über studieren lautete das Motto bei allen Anbieterinnen, die ihre Mission ohne erhobenen Zeigefinger in genau der richtigen Dosis vermittelten. Großer Andrang mit Wartezeit herrschte bei Dorita Sydorowytsch. Die Reikimeisterin hatte eine ihrer kostbaren Klangschalen für schwingungsvolle Bilder „geopfert“. Je nach Farbwünschen tropfte sie rote, grüne oder gelbe Punkte ins Wasser, legte ein passendes Blatt Papier drauf, und mit einem Klöppel in der Hand durfte der Gast sein Bild in Schwingung setzen. „Das ist ja besser als Bleigießen zu Silvester“, meinte eine Besucherin beim anschließenden Interpretieren ihres Werks.

„Komm’ doch mal mit, urteile nicht schon im Vorfeld“, hatte Dorita Sydorowytschs Tochter einst zu ihr gesagt. Dieser Ratschlag hätte quer über der ganzen Gesundheitsmesse stehen können. Nicht jeder braucht eben alles, aber jeder nimmt ein wenig für sich selber mit.

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