B6-Überholverbot wird teilweise aufgehoben

Missverständnis mit der Mittellinie

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In den vergangenen Wochen ein bekanntes Bild an der B6: Hinter langsamen Lastwagen bilden sich ganze Wagenkolonnen. Die durchgezogene Mittellinie auf ganzer Strecke soll aber bald schon wieder der Vergangenheit angehören.

Von Frank Jaursch. Eine durchgezogene Mittellinie auf der Bundesstraße 6 sorgt seit einigen Wochen für Irritationen und Unverständnis. Zwischen Heiligenfelde und der Kolonie Wachendorf sorgt diese Linie – und das damit verbundene Überholverbot – für lange Fahrzeugkolonnen hinter Lastern und Zugmaschinen.

Keine Chance zum Überholen auf gut zwei Kilometern Länge: Die neue Regelung geht weit über das sinnvolle Maß hinaus, findet etwa Rudolf Malitzki, der zweimal am Tag auf dem Arbeits- und Heimweg in den zweifelhaften Genuss dieser Entschleunigung kommt. „Überholen wäre da absolut problemlos möglich“, ist sich der Bruchhausen-Vilser sicher.

Tatsächlich ist die Straße zumindest streckenweise gut einsehbar, zuvor war nur in bestimmten Bereichen das Überholen verboten. Dass dieses Verbot ausgedehnt wurde, hat allerdings konkrete Gründe, betont Andine Sieling, Leiterin der Straßenmeisterei in Vilsen. „Die Strecke ist ja schon nicht ganz ungefährlich.“

So sei es mehrfach zu gefährlichen Überholvorgängen im Bereich der Bushaltestelle an der B6 gekommen. Zudem hätten sich anliegende Firmen beschwert, dass Lkw Schwierigkeiten gehabt hätten, auf die B6 abzubiegen.

Vor etwa einem Monat habe es eine verkehrsbehördliche Anordnung gegeben, welche die Ausdehnung des Überholverbots vorsah. Dabei, so räumt Sieling ein, sei es aber wohl zu einem Missverständnis gekommen. „Wir haben diese Anordnung anders verstanden, als sie gemeint war.“ In der vergangenen Woche seien nun bei einem Treffen alle Unklarheiten beseitigt worden. „Wir werden einen Teil der Markierungen wieder entfernen, kündigt sie jetzt an. Zudem soll in einigen Bereichen zumindest in eine Richtung das Überholen streckenweise ermöglicht werden.

Sieling hofft, die Markierungsfirma bereits in der kommenden Woche für einen Einsatz in Heiligenfelde gewinnen zu können. „Wenn die Ernte losgeht“, ist sie sich sicher, „dürfte da wieder überholt werden können.“

Für künftige Fälle hat sich die Leiterin der Straßenmeisterei eine Verbesserung in der Kommunikation vorgenommen, um ähnliche Missgeschicke zu vermeiden. „In Zukunft werden wir wohl besser vorher nochmal telefonieren.“

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