Ausstellung am Rand der Kafu-Kreuzung

Alfred Meyers bunte Welt der Tiere

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Künstler Alfred Meyer mit einigen seiner ausgestellten Pappmaschee-Figuren.

Syke - Von Dieter Niederheide. Seiner Kreativität und Phantasie lässt der Bassumer Alfred Meyer (74) freien Lauf, wenn er an seinen Tierfiguren arbeitet. Ein Raum im Keller des Bassumer Wohnheimes der Lebenshilfe ist sein Atelier. Hier lebt er auch seit vielen Jahren. Am Sonnabend entließ er für einen Tag seine bunte Tierwelt nach Syke, wo er der Öffentlichkeit auf dem Gelände Lübbers nahe der Kafu-Kreuzung seine farbenfrohen Werke im Rahmen einer eintägigen Ausstellung präsentierte.

Mit „K(uns)t kann man kaufen“ wurde deutlich gemacht, dass Alfred Meyer sich von seinen Exponaten durchaus trennen kann. Die tierischen Kunstwerke, den lebenden Vorbildern täuschend ähnlich, lockten manchen an, der zufällig vom Einkauf die Kafu-Kreuzung passierte.

Die Tierwelt aus Pappmaschee war ohne Zweifel ein Blickpunkt. Mächtig mit ausgefahrenen schwarzen Krallen stand da ein mannshoher Eisbär, unweit davon ein Tiger und gar nicht ängstlich daneben ein stolzer bunter Gockel mit seinen Hühnern.

Dem Betrachter der Werke von Alfred Meyer, der Tiersendungen im Fernsehen, Spaziergänge durch den Tierpark Petermoor und die Natur liebt, fällt die detailgetreue Arbeitsweise auf. Gleich, ob Kühe oder Pferde, Raubtiere oder auch kleinere Tiere: Der Mann, der sich die Bezeichnung Künstler längst erarbeitet hat, lässt sich für die Tierskulpturen Zeit.

An Großtieren arbeitet er bis zu zwei Monate bevor er sagt, dass sie fertig sind. Das Zebra ist beispielsweise eine Nachbildung des Zebras aus dem Film Urwaldkönigin. Mitten in der Tierschar: ein Schwein. „Das habe ich gemacht, weil ich schon sehr viel Schwein im Leben hatte“, lacht Meyer.

Die Liebe zu Tieren hat er schon seit seiner beruflichen Tätigkeit als Knecht auf einem Bauernhof in der Region. Und trotz Kühen, Schweinen und Pferden: Am liebsten, so gesteht er, modelliert er Raubtiere. Seine Objekte stehen inzwischen auch in Berlin und in Marburg.

Am liebsten modelliert

der Künstler Raubtiere

Manchen seiner Tiere aus Pappmaschee, Kleister, Zeitungspapier, Toilettenpapier, Farbe und Lack gibt er Namen. Am Samstag stand er inmitten seiner Ausstellungsstücke, gab gerne Antworten auf Fragen. Den Erlös der verkauften Tiere steckt Alfred Meyer gleich wieder in Material für die nächste Arbeit, zur Zeit entsteht ein Leopard. Einige Arbeiten von Meyer sind in einem Bassumer Autohaus zu sehen.

Zur Seite standen dem Bassumer am Samstag Daniel Zimdais, pädagogische Fachkraft der Lebenshilfe, und Renate Munder (Printhaus). Ergänzend zu Alfred Meyers Ausstellung informierte Roland Arndt, stellvertretender Heimleiter von Gut Retzen (Süstedt), über Therapie, Pflegeinrichtungen oder die Facheinrichtung Schwerstpflege.

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