Ausstellung mit neuem Konzept

„So sieht ein Vogel auch mal aus“

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Ausstellungsleiter Jens Gätjen ließ in diesem Jahr Volieren mit großen Vogelgruppen zu. Die Wellensittiche dankten es ihm mit munterem Gezwitschere.

Von Heiner Büntemeyer. Vogelausstellung im Autohaus Wessel: Das hat längst Tradition. Diesmal allerdings hatten sich die Veranstalter vom Vorstand des Vogelzuchtvereins und die Mitglieder darauf geeinigt, auf eine Bewertung der Vögel zu verzichten.

Vor allem Besuchern hatten in den vergangenen Jahren bestätigt, dass sie wegen der Rahmenschau gekommen waren. Bei dieser Rahmenschau wurden die Vögel paarweise oder sogar in Gruppen in großen Volieren oder Vitrinen ausgestellt, die von den Züchtern auch noch möglichst naturnah gestaltet wurden. Die Form der „Einzelhaft“ für die Ausstellungsvögel vor den Beurteilungen war damit überflüssig geworden.

Zwölf Vereinsmitglieder stellten insgesamt rund 80 Vögel aus. Unter den Ausstellern waren auch einige, die bei den bisherigen Bewertungsschauen nicht ausgestellt hatten und die neue Form offenbar ebenfalls für geeigneter hielten.

Von den Besuchern gab es positive Rückmeldungen. Sie schlenderten an den 14 großen Volieren und den sechs etwas kleineren Vitrinen entlang, schauten den Vögeln beim Schnäbeln und Flattern zu. Sie sahen, dass die Schwarmvögel, wie beispielsweise die Wellensittiche, sich wohl zu fühlen schienen und sich durch die Besucher überhaupt nicht stören ließen.

Gruppenschau

statt „Einzelhaft“

Die Besucher sahen auch Vögel, die bei einer Bewertungsschau niemals ausgestellt worden wären, wie ein Schönsittich, der, für jeden erkennbar, noch in der Mauser war und ziemlich gerupft aussah. „So sieht ein Vogel auch mal aus“, erklärte Ausstellungsleiter Jens Gätjen, der sich darüber freute, dass der ehemalige Vorsitzende Dieter Venzlaff mehrere Volieren besetzt hatte und auch selten gezüchtete weiße Zebrafinken ausstellte. Zu zweit oder zu dritt in einer Voliere leuchtete auch das Gefieder der Pfirsichköpfchen und Glanzsittiche von Hans Rohlfs noch intensiver als allein im Käfig.

Interessant war die Schau aber auch für Züchter, weil Jens Gätjen zum ersten Mal Farbsittiche ausstellte. Diese Rasse war erst vor wenigen Monaten als Rasse anerkannt worden. Sie unterscheiden sich von den bekannten Wellensittichen durch ihre schlanke Figur, mit der sie sich wieder ihrer ursprünglichen Körperform annähern.

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