Bremer Architekturbüro erhält Zuschlag für Neubau am Gymnasium / 8,2 Millionen Euro

Außen kompakt – innen flexibel

So wird der Anbau an das Gymnasium Syke aussehen. Außen passt er sich optisch an den Bestand an, innen bietet er viele Variationsmöglichkeiten.  
Grafik: SchröderArchitekten, Bremen
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So wird der Anbau an das Gymnasium Syke aussehen. Außen passt er sich optisch an den Bestand an, innen bietet er viele Variationsmöglichkeiten. Grafik: SchröderArchitekten, Bremen

Syke – Die Firma „SchröderArchitekten“ aus Bremen errichtet den Erweiterungsbau am Gymnasium Syke. Das Architekturbüro ist als Sieger aus einem europaweiten Architektenwettbewerb hervorgegangen, den der Landkreis Diepholz als Schulträger ausgeschrieben hatte. In der finalen Bewertungsrunde setzte sich der Bremer Entwurf gegen vier Mitbewerber durch.

8,2 Millionen Euro will der Landkreis Diepholz in den nächsten Jahren für den Bau ausgeben. Denn das Gymnasium platzt aus allen Nähten. Nach den Sommerferien wird der zwölfte Jahrgang als erster nach der Abitur-Reform wieder zum 13. Jahrgang. Und mit einem Jahrgang mehr fehlen der Schule 18 Unterrichtsräume.

13 hat das Gymnasium bei der Stadt Syke angemietet. Bleibt ein Fehlbedarf von fünf Räumen. Und auch die 13 gemieteten wird das Gymnasium auf absehbare Zeit nicht mehr nutzen können. Denn sie liegen im sogenannten C-Trakt der ehemaligen Hauptschule, der heute zur Realschule gehört. Doch die wächst selbst und hat Eigenbedarf angemeldet. Spätestens 2024 muss das Gymnasium dort raus.

So lange soll’s aber gar nicht dauern: Der Landkreis will die Räume schon früher an die Stadt zurückgeben, so Mischa Flaspöhler, Fachdienstleiter des Fachdienstes Liegenschaften beim Landkreis Diepholz.

20 neue Unterrichts- und sechs Differenzierungsräume sollen nun in dem Neubau auf einem kaum genutzten Teil des Schulhofs entstehen. Auf drei Etagen, und so konstruiert, dass die jeweiligen Grundrisse sehr variabel gestaltet werden können. Und sollte das Gymnasium mittelfristig noch weiter wachsen, wäre eine Erweiterung des Neubaus möglich.

„Der offen und transparent gestaltete Grundriss überzeugt mit offenen Lernzonen und viel Platz für differenziertes Arbeiten“, sagt Mischa Flaspöhler. „Die rot anmutende Fassade ergänzt den Bestandsbau, interpretiert die Ziegelfassade des Bestandes aber eigenständig weiter.“ Alle Räume erhalten Fußbodenheizung, aufs Dach kommt eine Photovoltaik-Anlage. Dadurch und durch den kompakten Baukörper sei der Neubau auch unter energetischen Aspekten sehr gut durchdacht, so Flaspöhler weiter. „Die Skelett-Konstruktion ermöglicht größtmögliche Variabilität in der Grundrissgestaltung und kann damit auch auf neue pädagogische Konzepte in der Zukunft adäquat reagieren.“

Landrat Cord Bockhop sagt: „Wir freuen uns auf das Projekt und die Umsetzung und werden den Schulstandort Syke durch die Investition von 8,2 Millionen Euro weiter stärken. Das Gymnasium ist über seine bisherigen Räumlichkeiten hinaus gewachsen. Der Erweiterungsbau soll den Schülerinnen und Schülern zukünftig ausreichend Raum zum Lernen bieten und ist von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung des gesamten Schulcampus.“

Info

Die fünf unterschiedlichen Entwürfe kann sich übrigens jeder ansehen: Sie werden derzeit auf dem Flur vom Fachdienst Liegenschaften im Kreishaus Diepholz (Niedersachsenstraße 2) ausgestellt und können während der allgemeinen Öffnungszeiten besichtigt werden.

Von Michael Walter

Linkes Bild: Das Gymnasium aus der Vogelperspektive. Rot umrandet: Der sogenannte C-Trakt, den sich das Gymnasium derzeit noch mit der Realschule teilt. Blau umrandet: Die Fläche auf dem Schulhof, wo der Landkreis den Erweiterungsbau errichten will. Rechtes Bild: Die Gafiken zeigen verschiedene Aufteilungsmöglichkeiten der Innenräume an. Foto: Archiv, Frank Jaursch, Grafik: Schröderarchitekten, Bremen

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