Ausschuss-Lob für Ortswehren

Fusion: Nun soll es „zügig vorangehen“

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Die Syker Politik ist derzeit in Sachen Feuerwehr-Fusion am Zug. Archivfoto: Köhnken

Syke - Von Frank Jaursch. Auf dem langen Weg zu einem neuen, gemeinsamen Feuerwehrhaus haben die Feuerwehren Gessel und Ristedt die nächsten Schritte durch ein politisches Gremium zurückgelegt. Der Ausschuss für Ehrenamt und Freizeit begrüßte am Mittwochabend einstimmig die Fusionspläne der beiden Wehren.

Fachbereichsleiter Horst Meyer umriss noch einmal den Sachverhalt. Er betonte, die Initiative sei aus den beiden Feuerwehren selbst gekommen. Die Bedingungen, die die Wehren an eine Fusion geknüpft hatten – etwa den Bau eines neuen, gemeinsamen Feuerwehrhauses – bezeichnete Meyer als „völlig nachvollziehbar“. Gerade das Domizil in Ristedt genüge den Anforderungen seit langem bei weitem nicht mehr.

Unklar ist noch, wie dieses Gebäude, für das es am Ristedter Kirchweg bereits ein vorgesehenes Grundstück gibt, konkret aussehen wird. Nach den teuren Erfahrungen in Gödestorf wären auch bauliche Alternativen denkbar. „Wir können uns zum Beispiel über einen Zweckbau Gedanken machen, ähnlich einer landwirtschaftlichen Halle“, regte Meyer an.

Auch Stadtbrandmeister Stefan Schütte machte seine Unterstützung für die Fusionspläne erneut deutlich. So könne man „entspannt in die nächsten Jahrzehnte gehen“.

Ausschussmitglied Gerhard Thiel (Grüne) wusste zu berichten, dass es im Altdorf Gessel durchaus Widerstand gegen die Zusammenlegung gebe. „Da ist nicht jeder begeistert, weil so ein Stück Identität verloren geht“, erklärte er. Gleichwohl sei er für die Fusion.

Andreas Schmidt (BSF) gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es jetzt „einigermaßen zügig vorangeht“. Ein Wunsch, den er mit Ristedts stellvertretendem Ortsbrandmeister Eldert Bohrisch teilt. Der appellierte an Politik und Verwaltung, zuzusehen, „dass es nicht so lange dauert, bis die Äpfel am Baum sind“.

Einstimmig votierte der Ausschuss für den Beschlussvorschlag. Darin soll der Rat die Verwaltung bitten, alle zur Realisierung dieser Planungen notwendigen Schritte einzuleiten. Insbesondere wird die Änderung des Flächennutzungsplanes in Auftrag gegeben. Zudem sollen im Haushalt 2016 Mittel für den Kauf des Grundstückes am Ristedter Kirchweg aufgenommen werden. Die Detailplanung soll dann ein Planungsbüro übernehmen.

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