„Aus allen ist etwas geworden“

Treffen des Syker Realschul-Jahrgangs 1966 nach 50 Jahren

Die Klassenkameraden von einst hatten viel Spaß beim Wiedersehen. - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Ein ehemaliger Mitschüler war sogar aus Malta zum Klassentreffen der Ehemaligen der Klasse 10 b gekommen, die nach einem „Kurzschuljahr“ Ende November 1966 aus der Realschule entlassen wurden.

Eigentlich hätte ihre Schulzeit erst Ostern 1967 geendet, aber die Schuljahres-Umstellung von Ostern auf den Sommer hatte dazu geführt, dass ihr Abschlussjahr verkürzt wurde. Das hatte zur Folge, dass mehrere Schüler einige Monate „vergammelten“, weil die Ausbildungsbetriebe sich noch nicht umgestellt hatten und sie erst zum 1.  April einstellten.

Aber das hat ihnen offenbar nicht geschadet. „Aus allen ist etwas geworden“, erklärten Helmut Beyerle, Günter Rehenbrock, Hans Wülfers, Horst Richter und Heinz-Georg Klapper, die nach 25 Jahren wieder zu einem Klassentreffen eingeladen hatten. Von den einst 22 Mitschülern waren 17 erschienen.

Seinerzeit hatten sie unterschiedliche Grundschulen besucht. Ihre Lehrer standen zunächst vor der Aufgabe, eine Klassengemeinschaft zu formen. Dazu trugen auch Klassenfahrten bei, die sie nach Höxter und Hannoversch-Münden führten. „Die geplante Abschlussfahrt nach Berlin musste wegen des Kurzschuljahres leider ausfallen“, berichtet Beyerle.

Nach der Kaffeetafel in der alten Posthalterei wurde das Klassentreffen abends im Gasthaus Vollmer fortgesetzt. „Weißt du noch...?“, hieß es immer wieder, und dann tauchten die Erinnerungen an zugeklebte Türschlösser zum Lehrerzimmer auf, an Sportstunden mit Heinrich Möhlmann und an Ida Lellmann, ihre Englischlehrerin, bei der sie oft „vorsitzen“ mussten. 

Dann begann für sie der Unterricht morgens bereits um 7 Uhr bei ihr zu Hause am Frühstückstisch, „und dann wurde nur Englisch gesprochen“, berichtete Günter Rehenbrock. Anschließend trugen sie der Lehrerin die Schultasche zur Schule und pünktlich um 8 Uhr begann der reguläre Unterricht.

Ihr Klassenlehrer war Ferdinand Salfer, der spätere Leiter des Kreismuseums. Häufig mussten sie nachmittags im Museum helfen, wenn ihr Lehrer wieder eine Ausstellung vorbereitete.

Ihre Schule gibt es nicht mehr. Sie stand dort, wo jetzt das Rathaus steht und der Schulhof war klein und geschottert. „Stell dich nicht so an“, habe es dann oft geheißen, wenn wieder ein Schüler auf dem hingefallen war und sich Hände, Knie oder Arme aufgescheuert hatte.

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