Gefahr am Gödestorfer Damm

Auge in Auge mit dem abbiegenden Verkehr

Die Einmündung Gödestorfer Straße/Gödestorfer Damm ist nach der letzten Verkehrsschau ein bisschen entschärft worden: Eine leichte Verschwenkung soll den Blick in die abknickende Vorfahrt erleichtern. Der kleine Schotterstreifen rechts soll Fußgängern das Überqueren an einer besser einsehbaren Stelle ermöglichen. Das geht dem Ortsrat aber nicht weit genug. Er sieht vor allem Fußgänger und Radfahrer weiterhin gefährdet.
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Die Einmündung Gödestorfer Straße/Gödestorfer Damm ist nach der letzten Verkehrsschau ein bisschen entschärft worden: Eine leichte Verschwenkung soll den Blick in die abknickende Vorfahrt erleichtern. Der kleine Schotterstreifen rechts soll Fußgängern das Überqueren an einer besser einsehbaren Stelle ermöglichen. Das geht dem Ortsrat aber nicht weit genug. Er sieht vor allem Fußgänger und Radfahrer weiterhin gefährdet.

Die Einmündung Gödestorfer Straße/Gödestorfer Damm bleibt ein Sorgenkind des Gödestorfer Ortsrats. Dort treffen eine Landesstraße und eine Kreisstraße aufeinander. Die Syker Stadtverwaltung hat somit nichts zu bestimmen und ist lediglich in der Rolle eines Bittstellers. Und die entscheidenden Behörden wiegeln ab.

  • Kreisverkehr: abgelehnt! - Tempolomit: abgelehnt! - Vorfahrt ändern: abgelehnt!
  • Einmündung von Gödestorfer Straße und Gödestorfer Damm bleibt weiter gefährlich
  • Stadt ist nur Bittsteller bei den entscheidenden Behörden

Gödestorf – Es ist ein recht makaberes Bild, das Ortsbürgermeister Andreas Schmidt da zeichnet: Wer in Gödestorf aus Richtung Emtinghausen kommt und rechts nach Osterholz abbiegen will, kann sich unversehens „Auge in Auge“ Fußgängern gegenübersehen – die an seiner Windschutzscheibe kleben. Dort ist keine geschlossene Ortschaft und es gibt keinen Gehweg. Fußgänger müssen die linke Straßenseite benutzen. Der Seitenraum ist an der Einmündung aber so schmal, dass es für Schmidt schon fast einem Wunder gleichkommt, dass dort noch niemand überfahren wurde.

Die Einmündung Gödestorfer Straße /  Gödestorfer Damm  ist dem Ortsrat schon lange eine dringende Herzenssache. Die Krux ist: Die eine Straße ist eine Kreisstraße, die andere eine Landesstraße. Das Sagen haben damit der Landkreis und die Landesverkehrsbehörde in Nienburg. Die Stadt Syke hat überhaupt nichts zu melden und steht lediglich in der Position eines Bittstellers. Als es 2020 zu zwei schweren Unfällen innerhalb kurzer Zeit kam (wir berichteten), gab es eine Verkehrsschau der zuständigen Behörden. Daraufhin ist ein bisschen was passiert: Ein Stoppschild wurde aufgestellt und eine leichte Verschwenkung auf die Fahrbahn gemalt, damit der wartepflichtige Verkehr einen etwas besseren Blick in die abknickende Vorfahrt hat. „Aber wir sprechen so gut wie nie über die schwachen Verkehrsteilnehmer“, sagt Andreas Schmidt.

An eine Fußgängerfurt hatten Ortsrat und Stadtverwaltung gedacht. Und an ein Tempolimit im Einmündungsbereich. Beides ist nicht gekommen. Weil die entscheidenden Behörden keine Notwendigkeit sehen. Bürgermeisterin Suse Laue zeigt mit beiden Händen: Zwei Fußbreit Schotter sind an der Gödestorfer Straße rechtsseitig aufgeschüttet worden. Damit Fußgänger an einer günstigeren Stelle die Straße überqueren und eben nicht „Auge in Auge“mit dem abbiegenden Verkehr enden. Der städtische Bauhof hat diesen Streifen verbreitert. „Aber immer noch nicht so, dass man da mit einem Kinderwagen lang könnte“, so Laue.

Als große Lösung hatte der Ortsrat mal einen Kreisverkehr ins Spiel gebracht. „Der ist vom Tisch?“, fragte Henning Greve (Grüne) nach. „Die wollen den nicht, in Nienburg“, kam die Antwort des Ortsbürgermeisters.

Bürgermeisterin Suse Laue machte ein wenig Hoffnung auf die Zukunft: „Es tritt in zwei Jahren ein Generationswechsel bei der Behörde in Nienburg ein. Vielleicht setzt damit auch ein anderes Denken ein und dass dann dort auch problemorientierter gearbeitet wird.“

Von Michael Walter

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