Aufräumaktion bringt unter anderem Monitore, Fernseher und reichlich Unrat zu Tage

Prallvolle Müllsacke im Krendel entsorgt

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An vielen Orten im Stadtgebiet – wie hier nahe des Gemeindehauses der Freien evangelischen Gemeinde – sammelten freiwillige Helfer am Sonnabend den Unrat ein, der sich im Gebüsch und am Straßenrand angesammelt hatte.

Von Dieter Niederheide. „Es ist erschreckend, was die Leute in der Natur so alles entsorgen.“ Ein Aktiver des THW Syke zeigte sich am Sonnabend schockiert über die Wegwerf-Mentalität einiger Menschen. Die Teilnehmer der Aufräumaktion fanden Fernseher, Monitore, im Müllsack verpackte Teppichreste, Handys, Drahtgestelle oder eine Matratze. Dazu säckeweise Flaschen, Pappbecher, ein großes Hinweisplakat auf eine Bremer Veranstaltung oder Zigarettenschachteln: All das sammelten fast 70 Helfer bei der Aktion, zu der der Syker Ortsrat aufgerufen hatte.

Das heimische THW war mit der Jugendgruppe und einigen erwachsenen Einsatzkräften im Bereich Ganztagsschule und umzu unterwegs. Im Krendel stieß Ortsratmitglied Dr. Onno Buurman auf sechs Säcke, voll mit Unrat, die dort abgelegt waren. Dennoch hat Buurman den Eindruck gewonnen, dass die Kernstadt, insgesamt gesehen, sauberer geworden ist.

Mit einer Gruppe von Flüchtlingen war unter anderem am Busbahnhof Liane Brockmann vom Integrationsbeirat im Einsatz. Mit Müllsäcken waren Besnik (35) und Wikohl (7), Luka, Admir Ljaic (35) und Jasmina Bosnjak-Ljaic (37), Igbala (35) und Elmedin Badzie (10), Redzo (36) und Enesa Ibrahimovic (9) einige Stunden im Einsatz, um zu helfen, Syke ein bisschen sauberer zu machen.

Jasmina Bosnjak-Ljaic ließ von Liane Brockmann übersetzen, dass in ihrer Heimat viel mehr Müll achtlos entsorgt wird, da sei es in Syke viel sauberer. Liane Brockmann: „Ich habe die Familien gefragt, ob sie bei der Aktion mitmachen wollen, und alle haben sofort zugesagt.“

Mit Müllsack und Einweghandschuh an den Händen war Ortsbürgermeisterin Gabriele Beständig im Ort unterwegs; Regina Pasenau von der Freiwilligenagentur stand ihr bei der Aktion nicht nach. Es war ein vorbildliches Gemeinschaftswerk, das an diesem Samstag von einigen Syker Menschen geleistet wurde.

Mancher Syker mag gestaunt haben ob der Leute, die mit Müllsäcken, Einweg-Handschuhen oder langen Zangen in der Kernstadt Müll aufsammelten. Vielleicht kam ja dem einen oder anderen in den Sinn: „Da mache ich beim nächsten Mal mit“.

Rund um das Domizil der Freien Gemeinde an der Schloßweide waren Gemeindemitglieder mit dem Reinemachen beschäftigt. Im Gemeindehaus der Freien Gemeinde sagte Gabriele Beständig den Helfern Dank und Anerkennung für ihren Einsatz. Mit einem gemeinsamen Essen schloss die Aktion.

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