Konzert für Jazz Folk Bike

JFK und Vorwerk planen erstes Konzert mit der Band Beat’n Blow

Die Berliner Band Beat’n Blow.
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Bläser in Bewegung: Die Berliner Brass Band Beat’n Blow ist am 25. Juli zu Gast in Syke.

Syke – Die Bläserbewegung bringt frischen Sound in die Stadt: Der Konzertverein Jazz Folk Klassik (JFK) und das Syker Vorwerk wollen wieder Live-Musik anbieten. Dafür holen die Organisatoren am Sonntag, 25. Juli, die Berliner Brass-Band Beat‘n Blow nach Syke.

Die Band, die in der Berliner Brass-Szene etabliert sei, gelte als einer der Wegbereiter der neuen europäischen „Bläserbewegung“, heißt es in einer Mitteilung. Im Rahmen des Auftritts in Syke zelebrieren „Beat‘n Blow“ sogar ihr 27. Bühnenjahr. Das Motto der Band: Spaß mit Brass. Zu Deutsch heißt Brass so viel wie Messingblech – das Material, aus dem Instrumente wie Tubas hergestellt werden, erklärt JFK-Vorsitzender Gerd Harthus. Nun verstärke außerdem die neue Sängerin Jasmin Graff die Gruppe.

„Die Band will einfach wieder spielen“, sagt Harthus. Musiker bräuchten den Kontakt zum Publikum. „Sie fühlen sich amputiert, wenn sie ohne Publikum spielen“, sagt Harthus. Auch Nicole Giese-Kroner vom Syker Vorwerk fiebert der Veranstaltung entgegen. „Schwingungen im Raum, die kann Streaming nicht ersetzen“, sagt sie.

Im Vorstand des Vorwerks hätten sie lange gekämpft, um wieder ein Konzert inmitten der Pandemielage zu veranstalten. „Sollen wir oder nicht?“, erinnert sich Harthus über die Entscheidung. Schließlich seien sie im Juni in die Planung eingestiegen.

Aufgrund der derzeitigen Unwägbarkeiten sei es bei der Planung von nur einem Konzert im Rahmen des diesjährigen Festivals „Jazz Folk Bike“ geblieben. Im vergangenen Jahr erteilte das Vorwerk sieben Gruppen Zusagen für Konzerte, so Harthus. „Die mussten alle ausfallen.“ Alle sollen möglichst bald nachgeholt werden.

Das Konzert soll auf einer mobilen Bühne im Außenbereich stattfinden. Draußen sei das Ansteckungsrisiko laut Giese-Kroner „quasi nicht vorhanden“. Sie hofft bis zum Konzert auf weitere Entspannung in der Coronalage – und dass die Landespolitik nicht wieder „die Erlasse verschärft“, wie sie sagt.

Nichtsdestotrotz brauchen die Veranstalter ein Hygienekonzept, und es gelte die Abstandspflicht. Bei negativer Testung aller Gäste würde die Maskenplicht entfallen, auf den Aufwand wolle man aber laut Giese-Kroner verzichten.

Ob es am Ende noch ein oder zwei Konzerte mehr in diesem Jahr gibt, wüssten sie noch nicht. „Wir fahren auf Zuruf und auf Sicht“, sagt Harthus. Allein die jetzige Organisation sei ein schwieriger Abstimmungsprozess. So wolle man sich nicht mit anderen Veranstaltern überschneiden.

In der Regel brauche es einen Vorlauf von einem halben Jahr, um ein solches Konzert auf die Beine zustellen. Das heißt, im Herbst hätten sie normalerweise mit den Vorbereitungen beginnen müssen. Harthus: „Jetzt hatten wir acht Wochen Zeit.“

Ein Konzert kostet laut Harthus rund 20 000 bis 30 000 Euro. Das sei ohne die Förderung durch die Finanziers nicht denkbar. Das sind die Kreissparkasse Syke, die Stiftung der Sparkasse, sowie das Unternehmen Avacon, die Stadt Syke und der Landschaftsverband Weser-Hunte.

Kartenverkauf

Karten sind auf der Homepage des Jazz Folk Klassik unter www.jfk-syke.de im Vorverkauf erhältlich und kosten zwölf Euro. Tickets gibt es ab 1. Juli auch im Second-Hand-Laden Streifencaro, im Vorwerk, in der Kreissparkasse sowie in den offiziellen Vorverkaufsstellen von Nordwest Ticket. An der Abendkasse kosten die Tickets 15 Euro.

Gerd Harthus und Nicole Giese-Kroner freuen sich auf die Rückkehr zur Live-Musik.

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