Diplom-Physiker Thomas Klauke zeigt sein Handwerk

Arbeiten mit der Sense ist fast wie Meditieren

Früher konnte das jeder Bauer: Die Sense mit Hammer und Amboss scharf dengeln. Heute ist allein schon der Umgang mit der Sense selbst ein museumsreifes Handwerk. Thomas Klauke beherrscht es noch und gibt sein Wissen weiter – wie am Sonntag im Kreismuseum. - Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Dieter Niederheide. Sensenlehrer Dr. Thomas Klauke aus Gessel schlägt fast rhythmisch mit dem Dengelhammer, als er beim „Tag des offenen Denkmals“ den Zuschauern auf dem Gelände des Kreismuseums das Dengeln der Sense vorführt. Genauer gesagt: Er zeigt, wie man die Sense dadurch schärft.

Dritter im Bunde von Dengelhammer und Sense ist der kleine Dengelamboss. Für Klauke, Mitglied und Sensenlehrer im Sensenverein Deutschland, ist die Arbeit mit der Sense auf seinem Biotop Gänsebach in Leeste so etwas wie ein Meditieren, insbesondere am frühen Morgen wenn die Natur erwacht. Von Beruf ist er Diplom-Physiker und graduierter Maschinenbauingenieur.

Seinen Zuhörern erklärt er: Zum Sensen gehören die richtige Atemtechnik und Körperhaltung. Für das Gras ist das Mähen mit der Sense wesentlich vorteilhafter als mit dem Mäher, meint Klauke.

Früher hat jeder Dorfschmied Sensen gemacht. Heute gibt es noch Fabriken in Österreich. Großabnehmer sind der Iran sowie afrikanische und asiatische Länder.

Arbeit nahm Klauke vom Kreismuseum auch mit nach Hause: Eine Frau aus Barrien bat ihn, ihre alte Sense wieder zu dengeln.

Kinder gestalten Kürbisse

Ging es am Vormittag bezüglich der Besucherzahl am Kreismuseum sehr schleppend zu, ließen sich am Nachmittag Familien mit Kindern sehen. Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding schätzt, dass insgesamt etwa 150 Personen am Sonntag das Kreismuseum besuchten.

Für die Jüngsten gab es mit den Museumspädagoginnen Ilona Hüneke und Gunda Stöver-Bosse ein Kürbisfest. Mit einem sägeartigen Kürbismesser schnitzten die Kinder den Kürbissen nette Gesichter und weniger hübsche Fratzen ein. Aus der mit dem speziellen Kürbislöffel ausgehöhlten Masse soll eine Kürbissuppe gekocht werden.

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