Annika Köllner hat neue Stelle in Ebstorf

Kantorin geht schon Ende März

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Annika Köllner ist seit September 2013 als Kirchenmusikerin in Syke. Neben ihrer Tätigkeit als Organistin leitet sie den Chor der Kantorei, den Gospelchor sowie den Kinder- und Jugendchor.

Syke - Von Michael Walter. Früher als gedacht muss sich die Christuskirchengemeinde um die Neubesetzung der Kirchenmusik kümmern. Kantorin Annika Köllner geht nicht erst zum Jahresende, sondern schon Ende März.

Die 27-Jährige tritt zum 1. April einen neuen Job als Kantorin bei der Mauritius-Kirchengemeinde Ebstorf in der Lüneburger Heide an. Unbefristet und in Vollzeit. Vorige Woche hat sie die Zusage erhalten.

Ihren bisherigen Arbeitgeber trifft das zwar nicht überraschend. Schon lange war klar, dass Köllners befristete Stelle in Syke nicht verlängert werden würde (wir berichteten). Und seit das feststeht, hat Köllner auch offen gesagt, dass sie sich nach Alternativen umschauen werde. Dass sich diese Alternative nun schon so früh im Jahr gefunden hat, erhöht allerdings den Druck auf den Syker Kirchenvorstand, was die Nachfolge betrifft.

Kirchenvorstand arbeitet

an Nachfolge-Lösung

Nicht in Frage kommt dafür, Köllners Vertrag mit einer anderen Person quasi fortzuführen. Pastor Christian Kopp: „Das ist eine Projektstelle für Berufsanfänger mit dem Ziel, sie dadurch weiterzuqualifizieren. Diese Stelle war von Anfang an auf maximal fünf Jahre befristet, und mit Annika Köllner ist sie ja bereits zum zweiten Mal besetzt worden.“ Zur Erinnerung: Köllners Vorgängerin Sung-Rim Park hatte im Sommer 2013 gekündigt.

„Die Stelle jetzt ein drittes Mal zu besetzen, scheidet definitiv aus“, so Kopp. „Allein schon angesichts der Länge des Ausschreibungsverfahrens im Verhältnis zu den wenigen Monaten Restlaufzeit.“

Die Idee ist es nun, die Lösung, die der Kirchenvorstand ohnehin für die Zeit ab 2017 entwickeln muss, nun einfach neun Monate früher umzusetzen. Daran werde gerade fieberhaft gearbeitet, so Kopp. „Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern.“

Fest steht bislang: Im bisherigen Umfang lässt sich die Kirchenmusikerstelle in Syke nicht erhalten. „Bis jetzt ist das eine Dreiviertel-Stelle für B-Musiker, also für jemanden, der an der Hochschule studiert hat“, erklärt Pastor Kopp. „In Zukunft wird das eine C-Stelle für Abschlüsse, wie man sie über die Landeskirche erwerben kann. Über den zeitlichen Umfang können wir noch gar nichts sagen. Da arbeitet der Kirchenvorstand intensiv dran. Erklärtes Ziel ist es, so viel wie möglich vom bisherigen Umfang so attraktiv wie möglich zu erhalten.“

Was Kopp nicht sagt: Der Umfang der künftigen Stelle wird entscheidend davon abhängen, welche Finanzierung der Kirchenvorstand auf die Beine stellen kann.

Offen ist übrigens noch, wann Annika Köllners letzter Arbeitstag in Syke ist. Einerseits hat sie noch Resturlaub, andererseits soll und möchte sie zu den Ostergottesdiensten Ende März noch an der Orgel sitzen.

Die neue Stelle ist für sie das große Los, denn solche Jobs sind im Norden deutlich seltener als in Süddeutschland. „Auf eine Stelle im Süden hätte ich mich aber nicht beworben“, sagt das bekennende Nordlicht. „Am liebsten wäre ich gar nicht hier weggegangen.“ Die Stelle in Ebstorf war in Fachzeitschriften ausgeschrieben. Annika Köllner hat sich gegen 14 andere Bewerber durchgesetzt.

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