Anke Nesemann erweitert ihr Angebot an Kinderkunstkursen: „Experimentelles Gestalten“ im Kreismuseum und in ihrem Stuhrer Atelier

„Eine Anleitung zum unkonventionellen Denken“

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Die Kinder des Kurses „Experimentelles Gestalten“ im Kreismuseum präsentieren ihre auf Sperrholzplatten gemalten Masken.

Von Frank Jaursch. Anke Nesemann ist eigentlich eine heitere Gesprächspartnerin. Bloß eines sollte man nie tun: im Zusammenhang mit ihrer Kinder-Kunstwerkschule vom „Basteln“ sprechen. „Genau das ist es nämlich eben nicht“, betont die Stuhrerin, die mittlerweile im zwölften Jahr das „experimentelle Gestalten“ für Kinder und Jugendliche auf dem Gelände des Kreismuseums anbietet.

Denn während sich die Kinder beim Basteln meist auf vorgefertigten Wegen bewegen, sind sie in den Kunstkursen völlig frei, um ihre Ideen umzusetzen – ohne Kursziel oder Lerndruck. Das Hintergrundwissen vermittelt die Malerin und Bildhauerin ihren Schützlingen geradezu nebenbei.

„Wenn sie spielerisch lernen, sitzt es viel besser“, erklärt Nesemann. „Und der Rest kommt durch die Freude am Schaffen. Ein Beispiel hat sie gerade in ihrer Freitagsgruppe: Großformatige Masken haben die sechs bis zehn Jahre alten Kursteilnehmer da auf Sperrholzplatten gemalt.

Während allmählich eine knallrote Katze, ein Affe mit Sommersprossen, ein blaues Roboter-Gesicht oder eine goldene Eule entstehen, hören die Kinder der Kursleiterin zu, wie die ein paar Beispiele aus der Kunstgeschichte einstreut. „Bloß nicht zu verschult!“, das ist Anke Nesemann wichtig.

Die Kinder lernen zweidimensionale (Malerei) und dreidimensionale Kunst (Bildhauerei) kennen – und die unterschiedlichsten Materialien. Keramik und Holz, Gips und Ton, Papier und Draht. Sie genießen die künstlerische Freiheit, die ihnen gelassen wird. „Ich finde es toll hier“, erklärt Louis (8), „hier kann ich selbst was gestalten.“

Für Patrick (9) sind die Kurse in den Wintermonaten ein guter Ersatz, wenn er keinen Reitunterricht nehmen kann. Und was mag er lieber – Reiten oder Kunst? „Beides gleich gern.“

Die Kursnachmittage laufen in fast freundschaftlicher Atmosphäre ab. „Hier ist keiner, der sich fremd oder allein fühlt“, lobt Nesemann ihre Schützlinge. Neben der künstlerischen Weiterentwicklung steht für Anke Nesemann noch ein Aspekt im Mittelpunkt: „Hier ist der Ort der Förderung der Kreativität – und der Anleitung zum unkonventionellen Denken.“

Die Kurse „Experimentelles Gestalten – Kunst für Kinder“ laufen montags (15 bis 17 Uhr) und freitags (15 bis 17 Uhr) im Kindermuseum des Kreismuseums. Darüber hinaus richtet Nesemann neue Kurse in ihrem Atelier in Stuhr (Am Bürsteler Brachland 5) an, die immer dienstags von 15.30 bis 17.30 Uhr laufen.

Für Anmeldungen und Fragen steht sie unter 04206/9799 oder 0177/ 56136004 zur Verfügung.

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