Frühlingsmarkt im Kreismuseum trotz Hagelschauer gut besucht

Von alten Nutzpferden bis zu Gartenpflanzen

Die großen Kaltblüter waren einer der Hingucker auf dem Frühlingsmarkt des Kreismuseums. Die Freundes des Kaltblutpferdes demonstrierten mit den Nutzpferden das Transportieren von Baumstämmen. - Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Tobias Kortas. Nein, frühlingshaft war das Wetter gestern während des Frühlingsmarkt des Kreismuseums nun wirklich nicht. Doch auch Windböen und plötzlich einsetzende Hagelschauer hielten zahlreiche Besucher nicht davon ab, den Pflanzen-Flohmarkt entlangzuschlendern, sich alte Handwerkskunst und Tiere wie Kaninchen anzuschauen sowie zu streicheln oder das Museum in Blick zu nehmen.

Museumsleiter Ralf Vogeding hatte trotz der „gemischten Wetterlage“ gute Laune. „Ich bin mit dem Rahmen sehr zufrieden“, meinte Vogeding. „Alles ist sehr belebt. Toll ist auch, dass die Stände bei uns nicht so groß sind, wie man es von Messen kennt. Deshalb hat unser Markt nicht so einen kommerziellen Charakter.“

Den Frühlingsmarkt gibt es laut Vogeding seit 20 Jahren. Angefangen hätte es damals mit einem Markt für alte Nutztiere. „Dann gab es vor circa 15 Jahren eine Seuche, so dass wir auf Pflanzen umgestiegen sind.“ Später hätte das Kreismuseum – wie heute – die Ausstellung von Tieren und Pflanzen verbunden. Jedes Jahr gibt es „immer mal wieder was Neues“. Gestern zum Beispiel Schafe statt wie sonst Ziegen zu bewundern. „Wichtig ist mir, auf die alten Nutztierrassen aufmerksam zu machen und sie damit zu erhalten“, berichtete Vogeding.

Da passen die Freunde des Kaltblutpferdes perfekt ins Bild. Sie sind vom ersten Frühlingsmarkt an dabei gewesen. Im Krendel demonstrierten sie den Transport von Holzstämmen mit ihren Nutzpferden.

Jedes Jahr beim Frühlingsmarkt und auch regelmäßig bei anderen Aktionen des Kreismuseums zu Gast sind Achim und Gabi Bock aus Syke. Besonders interessant waren für sie die Pflanzen. „Wir wollen schon mal Ideen sammeln, was wir dieses Jahr im Garten so machen“, meinte Achim Bock. Das Kreismuseum habe eine „wunderschöne Anlage“, auf der auch Kinder viel Spaß haben können, so Gabi Bock.

Die kleinen Gäste waren gestern bei den Museumspädagoginnen richtig aufgehoben. Museumspädagogin Dörte Abramowski half den Kindern Basteln von Windrädern. „Die brauchen wir heute bei diesem Wetter“, scherzte sie.

Außerdem bemalen zahlreiche Kinder bei ihr und anderen Pädagoginnen Fließen, so auch die neunjährige Zoe. „Ich male eine Elfe“, erklärte sie. Im Museum sei sie sehr gerne. „Ich habe hier schon mehrmals was mitgemacht“, erzählte Zoe.

Muskelkraft und Geschick waren bei Museumspädagogin Ute Kolander gefragt – es ging ans Butterstampfen. „Für ein Pfund Butter sind 20 Liter Buttermilch nötig“, so Kolander.

Frühlingsmarkt am Kreismuseum

Nicht zuletzt die Schmiede und die Mühlen, die kräftig arbeiteten, sowie die Seiler und Besenbinder erzeugen die authentische Atmosphäre eines alten Handwerksmarktes. In dieses Bild passten auch die selbstgebackenen Brote und Kuchen, die sich zahlreiche Gäste in der Museumsdiele schmecken ließen.

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