Hans Göbel restauriert mit Butze-Team ein Unikum

Das alte Tandem mit Motor

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Dieses motorisierte Tandem rollte einst in den Niederlanden auf den Radwegen. Gegenwärtig wird es von Hans Göbel und den Jugendlichen in der Barrier Butze restauriert. 

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Ein Besuch in der Barrier Butze lohnt sich für jeden Fahrradliebhaber, denn immer wieder erweckt Butze-Chef Hans Göbel neue alte Zweiräder aus ihrem Dornröschenschlaf, den sie irgendwo in Scheunen und Schuppen gehalten haben. Teilweise schon seit Jahrzehnten.

Gegenwärtig arbeitet er gemeinsam mit den Jugendlichen der Butze an einer „Renata“. Diese betagte „Renata“ ist ein motorisiertes Tandem, das in den Niederlanden hergestellt wurde und bis vor wenigen Wochen im Lager eines Hildesheimer Fahrradhändlers vor sich hin rostete. Der alte Herr hatte seinen Betrieb aufgegeben und verkaufte seinen Lagerbestand auf Flohmärkten. Dort entdeckte Hans Göbel das seltsame Fahrzeug, das mit einem angeklemmten Ilo-Motor angetrieben wird.

Originalfarbe glänzt wieder

Bis zum vorderen Tretlager blitzt der Chrom schon wieder und die schwarze Originalfarbe glänzt. Der Motor lagert noch in viele Einzelteile zerlegt auf der Werkstattbank. Hans Göbel ist fest davon überzeugt, dass „seine Jungs“ diesen Motor wieder flott machen. Genauso wie sie es bisher bei sämtlichen alten Fahrrädern und allen alten Motoren geschafft haben.

Die Jugendlichen hoffen, dass sie damit am 18. Juni 2017 am „1. Barrier Hilfsmotorradtreffen“ teilnehmen können, das der ADAC mit zwei Ausfahrten ausrichtet, die ausnahmslos auf Radwegen durch die Region führen.

Exklusive Technik

Danach verschwindet auch die „Renata“ in einem der Räume der „Butze“, wo schon zahlreiche andere alte Fahrräder dicht an dicht stehen. „Echte Museumsstücke sind darunter“, berichtet Göbel, der gegenwärtig auch noch ein Hercules-Fahrrad, Baujahr 1962, restauriert, das aus einem Gussrahmen hergestellt wurde und von dem seinerzeit nur 25 Exemplare in den Handel gekommen sind.

Die alten Räder mit exklusiver Technik, mit Kerzenlampe, Ballonhupe, Kardan-Antrieb, origineller Diebstahlsicherung und anderen technischen Finessen sind teilweise schon mehr als 100 Jahre alt und viel zu schade, um im Keller der „Butze“ zu verstauben. In jedem Museum wären diese Unikate echte Hingucker

Daher tauchte schon vor Jahren der Gedanke auf, ein Fahrradmuseum einzurichten. Ein geeigneter Raum dafür stünde in der Butze zur Verfügung. Damit hätte die vor einigen Jahren offiziell sogar als „Radfahrer freundlich“ geadelte Stadt Syke ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

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